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Startet diese Airline-Aktie wieder durch?

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Wann sind Sie zum letzten Mal geflogen? Während der Trip in eine europäische Metropole oder ins Warme noch vor einem Jahr für Viele dazugehörte, hat die Pandemie alles verändert. Fluglinien verbrennen jeden Tag Kapital und mussten vielerorts sogar vom Staat gerettet werden. Wie es mit der Branche auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes weitergeht, steht in den Sternen. Wir haben für Sie die Aktie der Lufthansa ganz genau unter die Lupe genommen und analysiert.

Auch wenn das Papier kein guter Kauf ist, sollten Sie sich den Text unbedingt durchlesen – wer weiß? Vielleicht wird die Lufthansa zur Comeback-Chance? Doch zunächst ein paar Eckdaten zum Unternehmen. Die Deutsche Lufthansa zählt im Rahmen der Star Alliance mit zu den ganz großen Airlines. Rund 550 Beteiligungs- und Tochtergesellschaften (u.a. Austrian Airlines, Swiss, sowie Condor) bilden den Weltkonzern. Bordverpflegung, Wartung und Informationsdienste für Dritte sind weitere Aktivitäten neben dem Passagier- und Frachtgeschäft. Die Konzernflotte umfasst 760 Flugzeuge.

Der Markt bleibt angespannt

Lufthansa wurde durch eine Beteiligung des Staates in Höhe von 9 Mrd € gerettet. Der Staat hält dadurch 20% der Aktien im Wirtschaftsstabilisierungsfonds. Die Lufthansa sicherte so Liquidität und kann die Corona-Krise überstehen. Auch einige Tochtergesellschaften, deren Hauptsitz in anderen europäischen Staaten liegen, bekommen Staatshilfe. Dazu kommen Maßnahmen zur Kostensenkung.

Langfristig reduziert die Lufthansa ihre Flotte um 100 Flugzeuge und bietet keine Flüge mehr über die Tochter Germanwings an. Weiterhin kam es zu einer Vereinbarung mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO, wodurch ein weitreichendes Krisenpaket für die Mitarbeiter ausgehandelt wurde. Der Markt bleibt weiterhin angespannt. Besonders Langstreckenflüge leiden unter Reisebeschränkungen. Im 1. Halbjahr fiel der Umsatz um 52%. Im 2. Quartal wurden nur 1,9 Mrd € umgesetzt.

Wie lange dauert es bis zum Comeback?

Lufthansa will mit steigender Nachfrage den Flugplan langsam hochfahren. Ende Oktober sollen bereits 40% der Vorjahreskapazitäten angeboten werden. Damit werden 90% der Kurz- und 70% der Langstreckenziele bedient. Finanziell will sich Lufthansa auf den Abbau der Schulden konzentrieren. Das Eigenkapital fiel seit Jahresbeginn um 44% auf 5,7 Mrd €, wodurch die Schuldenquote um 10% auf 85,7% stieg.

Sollte es keine schwerwiegenden Reisewarnungen geben, ist Lufthansa durch die Staatsbeteiligung und den weitreichenden Maßnahmen zur Kostensenkung über den Berg. Jedoch braucht es Jahre, um zur alten Stärke zurückzufinden. Das Unternehmen ist stark genug, um, die Krise zu überwinden. Aber das dauert und macht Aktionären lange keine Freunde.