MBB-Aktie trotz +105% in 12 Monaten günstig bewertet

Knaus Tabbert RED – Björn Wylezich

Die mittelständische Beteiligungsgesellschaft MBB hat zuletzt gute Zahlen vorgelegt und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. (Foto: Björn Wylezich / Adobe Stock)

Am deutschen Aktienmarkt gehört heute die MBB-Aktie zu den größten Tagesgewinnern. Auch auf längere Sicht ist die Entwicklung positiv. Die Aktie der mittelständischen Beteiligungsgesellschaft hat sich in den vergangenen 12 Monaten sehr erfreulich entwickelt und um 105% zugelegt. Dennoch ist die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau noch günstig bewertet, wie Ihnen folgende kurze Analyse zeigt.

Denn alleine die Nettoliquidität von MBB und die Anteile an den börsennotierten Töchtern Aumann, Friedrich Vorwerk und Delignit stehen für rund 145 Euro je MBB-Aktie. Demgegenüber steht aktuell ein Kurs von 139 Euro.

Hinzu kommen noch die übrigen Beteiligungen an Hanke Tissue, OBO Werke, CT Formpolster und – ganz wichtig – die 80% an DTS, einem IT-Sicherheits-Spezialisten, der sehr dynamisch wächst und der Kandidat für den nächsten Börsengang aus dem MBB-Portfolio ist. Darüber hinaus sprechen die guten Zahlen im 1. Quartal dieses Jahres für MBB.

Deutlicher Gewinnsprung im Auftaktquartal

MBB hat kürzlich einen deutlichen Gewinnsprung für das 1. Quartal dieses Jahres gemeldet. Das Unternehmen hat in den ersten 3 Monaten des Jahres 2021 das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) um 24,0 % auf 19,6 Mio. Euro gesteigert. Die EBITDA-Marge erreichte starke 13,1%.

Der Umsatz ging im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres, welches noch kaum von Covid-19 betroffen war, um 12,6% auf 150,2 Mio. Euro zurück. Der erfolgreiche Börsengang der Energieinfrastruktur- und Wasserstoff-Tochter Friedrich Vorwerk im März dieses Jahres führte zu einem signifikanten Anstieg der finanziellen Mittel in der MBB Gruppe zum Quartalsende auf 598,0 Mio. Euro.

Die Nettoliquidität (Kassenbestand abzgl. Schulden) stieg auf 511,4 Mio. Euro, wovon 375,8 Mio. Euro auf die MBB SE entfielen. Die gestiegene Profitabilität bei MBB geht insbesondere auf die positive Entwicklung im Segment Service & Infrastruktur zurück, welches neben Friedrich Vorwerk noch die IT-Sicherheits-Tochter DTS umfasst.

Ebenfalls positiv: Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Daneben hat das MBB-Management beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2019 zum Erwerb eigener Aktien (sogenannter Aktienrückkauf) Gebrauch zu machen.

Das Unternehmen beabsichtigt, ab der kommenden Woche (konkret ab dem 14. Juni) bis zu 30.000 eigene Aktien mit einem Volumen von maximal 5,0 Mio. Euro über die Börse zurückzukaufen. Das Aktienrückkaufprogramm soll spätestens am 31. Dezember 2021 enden.

Durch das Aktienrückkaufprogramm verringert sich die Anzahl der handelbaren Aktien, wodurch zukünftig die Dividende je Aktie bei gleicher Ausschüttungssumme steigt. Zudem wird die Bewertung der MBB-Aktie dadurch noch ein bisschen attraktiver, und die Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

Zusammenfassend lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass die MBB-Aktie trotz des dreistelligen Kursgewinns in den vergangenen 12 Monaten bei Kursen um 130 bis 140 Euro noch günstig bewertet ist. Weitere Informationen zu MBB finden Sie in meinen Börsendiensten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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