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Veränderungen in TecDax, MDax und SDax

Inhaltsverzeichnis

Immer wieder müssen sich Anleger an neue Index-Mitglieder gewöhnen. Denn: In der deutschen Index-Landschaft führen Überprüfungen der DAX-Familie zu neu in den MDax aufsteigenden Unternehmen oder in den SDax und TecDax eingestufte Kandidaten.

Seit 2021 findet die regelmäßige Prüfung der Indizes-Zusammensetzungen im März und September statt, die über Aufrücken oder Abstufung entscheidet. Dabei orientiert sich die Bewertung an der Marktkapitalisierung.

Mögliche Auswirkungen der Index-Anpassungen

Kommen wir zu den Auswirkungen der Index-Anpassungen: Sie sorgen u. a. dafür, dass zuletzt erfolglose Unternehmen die großen Indizes verlassen müssen und aufstrebende Unternehmen nachrücken.

Das ist einer der Gründe dafür, warum die Indizes trotz vorübergehender Turbulenzen langfristig immer steigen. Die Bremsen werden entfernt. Soweit die allgemeinen Auswirkungen. Doch was passiert mit den Aktienkursen der einzelnen Unternehmen, die auf- oder abgestiegen sind?

Früher galt: Häufig wirkt sich ein Aufstieg positiv auf den Aktienkurs des Aufsteigers aus, ein Abstieg dagegen wirkt sich oftmals negativ auf die kurzfristige Wertentwicklung der Aktien der Absteiger aus.

Der Hauptgrund: Sogenannte Indexfonds (Fonds, die komplette Indizes abdecken) müssen sich mit den Aktien der Aufsteiger eindecken und die Aktien der Absteiger verkaufen.

Dadurch geraten die Aktien der Absteiger unter Druck und die Aktien der Aufsteiger entwickeln sich im Normalfall positiv.

Diese alte Beobachtung gilt heute oft nicht mehr, da moderne Computerhandelssysteme schon frühzeitig Aufsteiger und Absteiger erkennen und daher früher reagieren. Nach Bekanntgabe passiert dann nicht mehr so viel.

Da es weder pauschal so ist, dass die Aufsteiger sich in der Folge positiv entwickeln, noch so, dass die Absteiger sich in der Folge negativ entwickeln, sollten Sie auch nicht pauschal die Aufsteiger kaufen und die Absteiger verkaufen. Prüfen Sie vor dem Kauf oder Verkauf stets die fundamentalen Daten!

Weiterer Einflussfaktor: Das Window Dressing

Ein weiterer Effekt, der im Dezember stets die Aktienmärkte beeinflussen könnte, ist das sogenannte Window Dressing. Gemeint ist damit nichts anderes, als dass viele Investmentprofis (vor allem Fondsmanager) zum Jahresende die Verlierer des Jahres verkaufen und die Gewinner kaufen.

Es soll in den Jahresberichten der Eindruck vermittelt werden, dass die Fondsmanager ein gutes Näschen gehabt haben. Dieser Effekt ist zwar nicht empirisch belegbar, dennoch folgen viele Investoren der Theorie des Window-Dressing-Effekts.

Auch hier gilt: Folgen Sie nicht blind dieser Theorie, sondern prüfen Sie vor dem Kauf oder Verkauf stets auch die fundamentalen Daten!