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Pfeiffer Vaccum-Aktie nach höherer Prognose wachgeküsst

Inhaltsverzeichnis

Einen Freudensprung machten die Pfeiffer Vacuum-Anleger am Dienstag. Die Aktie des Spezialisten für Vakuumpumpen zog deutlich an. Grund war neben den neun Monatszahlen eine angehobene Jahresprognose, mit der offenbar die wenigsten Anleger gerechnet hatten. Da der Maschinenbauer mit keiner Verschlechterung in den Lieferketten mehr rechnet, schlägt das Management wieder optimistischere Töne an.

Pfeiffer Vacuum – der hessische Pumpenspezialist

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG ist einer der führenden Hersteller einer breiten Palette an Vakuumpumpen und -systemen sowie Mess- und Analysegeräten. Die Produkte werden in einem breiten Spektrum von kommerziellen und analytischen Anwendungen verwendet unter anderem bei der Herstellung von Halbleitern, CDs, Computerfestplatten, optischen Linsen, Monitoren, Glühlampen und in der Autoelektronik.

Zu den Kunden gehören Hersteller von analytischen Geräten und Vakuum-Prozessausrüstungen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Unternehmen, die Vakuumprozesse in ihrer Produktion einsetzen. Bei dem Unternehmen aus dem hessischen Asslar handelt es sich übrigens um einen wahrhaften Traditionskonzern. Pfeiffer Vacuum wurde bereits im Jahr 1890 gegründet. Namhafte Konkurrenten sind die Gea Group und KSB.

Stärkste neun Monate der Firmengeschichte

Nach der Corona-Pandemie hat sich die Geschäftsentwicklung von den Hessen zügig wieder stabilisiert. Auch in diesem Jahr hält die positive Entwicklung an: In den ersten neun Monaten ging den vorläufigen Zahlen zufolge mit 668,7 Millionen Euro so viel Umsatz durch die Bücher wie noch nie zuvor in der kompletten Firmengeschichte. Im Jahresvergleich kletterten die Umsätze um 16,2% in die Höhe.

Dynamisches Wachstum im Halbleiterbereich

Lassen Sie uns noch einen Blick auf die einzelnen Geschäftsbereiche werfen: Im Marktsegment Halbleiter und Zukunftstechnologien erzielte Pfeiffer Vacuum ein Umsatzwachstum 17,1% auf 343,6 Millionen Euro. Damit war das Segment für 51% der gesamten Konzernerlöse verantwortlich. Im zweitgrößten Bereich Analytik, Industrie und F&E erhöhten sich die Umsätze zum Vorjahr um 15,3% auf 325,1 Millionen Euro.

Gewinnmargen verbessern sich

Unterdessen konnten die Hessen bei der Profitabilität weiter zulegen. Die Vorsteuergewinnmarge (EBIT) verbesserte sich laut Firmenangaben um 1,2 Prozentpunkte auf mittlerweile 14,1%. Das entspricht einem vorläufigen EBIT von 94 Millionen Euro (+27% zum Vorjahr). Auch beim Auftragseingang konnte eine deutliche Steigerung um 25,4% auf 866,5 Millionen Euro erzielt werden. Die detaillierten Zahlen inklusive der kompletten Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erst am 03. November offengelegt.

Management zeigt sich zuversichtlich und hebt Prognose an

Entsprechend optimistisch zeigte sich die Konzernführung und hat die Planung nach oben angepasst. Für das Gesamtjahr stellt der Pumpenspezialist nun einen Umsatz zwischen 860 und 880 Millionen Euro in Aussicht. Das entspräche einem Wachstum von 11 bis 14%. Für Sie zum Vergleich: Bislang war das Management nur von einem Plus von 5% ausgegangen.

Was die Margen angeht, behält der Konzern seinen Ausblick allerdings bei. Für das Gesamtjahr rechnet Pfeiffer Vacuum mit einer Vorsteuermarge von rund 14%. Damit vollzieht der Konzern eine Wende. Nach Rekordzahlen zum ersten Halbjahr hatte das Unternehmen mit Verweis auf zahlreiche Unsicherheiten (vor allem Anspannungen in den Lieferketten) noch von einer Erhöhung der Prognose abgesehen. Dass sich die Gesellschaft nun optimistischer zeigt, dürfte auch für andere Firmen ein gutes Zeichen sein.