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SAP-Insider kauft für 250 Mio. Euro SAP-Aktien

Inhaltsverzeichnis

An den Börsen belasten kurzfristig weiterhin neue Corona-Ängste und die Unsicherheit rund um die US-Wahl am kommenden Dienstag. Das setzt die Kurse unter Druck und sorgt für rote Vorzeichen. Diese roten Vorzeichen und die günstigeren Kurse werden aber vielfach von den Top-Managern der Unternehmen und von den Aufsichtsräten zum Kauf genutzt.

Das ist ein klar positives Zeichen! Denn die Manager und Aufsichtsräte bzw. deren Angehörige, die allesamt als sogenannte Insider bezeichnet werden, würden sicher nicht kaufen, wenn Sie nicht von den guten Perspektiven der Unternehmen überzeugt wären.

Bevor ich Ihnen gleich ein paar allgemeine Sätze zum Thema Insiderkäufe schreibe, möchte ich zunächst auf einige Insiderkäufe aus den vergangenen Tagen eingehen. Besonders spektakulär war ein Kauf, der heute gemeldet wurde.

SAP-Mitbegründer Hasso Plattner, der aktuell Aufsichtsratschef des Unternehmens ist, nutzte den heftigen Kursrutsch bei der SAP-Aktie vom gestrigen Tag, um für fast 250 Mio. (!) Euro SAP-Aktien zu kaufen. Daneben haben SAP-Manager wie beispielsweise Konzernchef Christian Klein für insgesamt einige hunderttausend Euro SAP-Aktien gekauft.

Aktuelle Insiderkäufe: Eine Übersicht

Daneben haben in den vergangenen Tagen noch die Unternehmens-Insider einiger weiterer Unternehmen zugegriffen. So zum Beispiel bei dem Gartengeräte-Hersteller Einhell, bei dem Immobilien-Unternehmen Instone Real Estate, bei dem IT-Unternehmen All for One Group und bei dem Nutzfahrzeugzulieferer SAF Holland.

Ebenfalls auf der Käuferseite standen die Unternehmensinsider zuletzt bei dem Technologieunternehmen PVA Tepla, bei Noratis (einem Bestandsentwickler von Wohnimmobilien) , bei der Automobilholding Porsche, bei dem Autozulieferer SHW, bei dem Verpackungs-Spezialisten Gerresheimer und bei dem IT-Dienstleister und Software-Unternehmen Datagroup. Darüber hinaus gab es auch noch weitere Insiderkäufe, deren Nennung hier den Rahmen sprengen würde.

Wie Insider-Transaktionen einzuordnen sind

Abschließend noch ein paar Sätze dazu, wie Insider-Transaktionen grundsätzlich einzuordnen sind: Meines Erachtens ist es in vielen Fällen sinnvoll, sich beim Aktienkauf an Personen zu orientieren, die Informationen aus 1. Hand haben und direkt an der Quelle sitzen (das ist bei den Insidern der Fall, da es sich dabei beispielsweise um Vorstände und Aufsichtsräte handelt).

Allerdings sollten Sie beachten, dass es nicht automatisch ein gutes Zeichen sein muss, wenn ein Insider Aktien des eigenen Konzerns kauft und nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, wenn Insider Aktien verkaufen.

Denn nicht immer kaufen Insider Aktien, weil sie diese für unterbewertet halten (wenn sie zum Beispiel nur kleine Summen investieren) und nicht immer verkaufen Insider Aktien, weil sie diese für überbewertet halten (die Insider können zum Beispiel Cash für die Steuer benötigen). Sie sollten daher niemals nur auf die Insiderkäufe und -Verkäufe achten, sondern stets auch einen Fundamental-Check vornehmen.