Scherzer: Beteiligungsgesellschaft aus Köln

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Die Kölner Beteiligungsgesellschaft Scherzer ist gemessen am Wert des Beteiligungsportfolios unterbewertet und damit einen Blick wert. (Foto: tom - Adobe Stock)

Die Berichtssaison, in der die Unternehmen ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 vorlegen, beginnt erst in einigen Tagen. Fundamentale Daten gibt es aber dennoch. Die Kölner Beteiligungsgesellschaft Scherzer & Co. AG, auf die ich heute hier im Schlussgong näher eingehen möchte, und die eher selten in den Schlagzeilen der Finanzpresse auftaucht, hat einen ersten Rückblick auf die Geschäftsentwicklung 2020 veröffentlicht.

Dabei handelt es sich aber nicht um Geschäftszahlen für 2020, sondern um den Substanzwert (NAV = Net Asset Value) des Beteiligungsportfolios, über den das Unternehmen seine Aktionäre und interessierte Personen regelmäßig informiert.

Scherzer gemessen am Beteiligungsportfolio unterbewertet

Aktuell ist die Scherzer-Aktie gemessen am Substanzwert der Beteiligungen unterbewertet. So lag der Tageswert der Portfoliopositionen von Scherzer unter Berücksichtigung der Verbindlichkeiten der Gesellschaft am 31.12.2020 bei 2,85 Euro je Aktie.

Der Kurs der Scherzer-Aktie notiert aktuell bei 2,44 Euro und damit rund 14% unter dem Substanzwert von Ende Dezember. Allerdings weist das Unternehmen darauf hin, dass die ermittelten Werte nicht auf geprüfte Abschlusszahlen basieren. Darüber hinaus werden Nachbesserungsrechte und eventuell anfallende Steuern in der Portfoliobewertung nicht berücksichtigt.

Auswahlkriterien Sicherheit und Chance

Blicken wir nun auf die Vorgehensweise des Scherzer-Managements bei der Auswahl der Beteiligungen: Bei der Auswahl ihrer Beteiligungen setzt Scherzer sowohl auf sichere als auch auf chancenreiche Werte.

Unter den sicherheitsorientierten Investments fallen dabei Beteiligungen in Abfindungswerte und Value-Aktien. Hierzu zählen aktuell z. B. die Aktien der MAN SE, der Weleda AG sowie der Lotto24 AG.

Zu den chancenreichen Werten, in die Scherzer derzeit investiert ist, zählen etwa GK Software SE, freenet AG, ZEAL Network SE und die Horus AG. Bei diesen Gesellschaften handelt es sich aus Sicht von Scherzer um Unternehmen, die bei kalkulierbarem Risiko ein erhöhtes Chancenpotenzial aufweisen.

Die Beteiligungsmanager von Scherzer konzentrieren sich bei ihrer Aktienauswahl auf Werte aus dem deutschsprachigen Raum. Investiert wird also vornehmlich in Aktien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die zusammengenommen auf Grund ihrer Landeskennungen auch als DACH-Region bezeichnet werden.

Die Marktkapitalisierung oder eine Indexzugehörigkeit spielt bei der Auswahl lukrativer Beteiligungen eher eine untergeordnete Rolle. Auch eine Branchenfokussierung ist bei der Auswahl nicht entscheidend.

Meine Einschätzung zu Scherzer

Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Aktienkurs von Scherzer sowie dem Tageswert der Portfoliopositionen spricht grundsätzlich für ein Investment in die Kölner Beteiligungsgesellschaft.

Weitere Informationen zu Scherzer finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“. Dort befindet sich die Aktie seit längerer Zeit auf der Empfehlungsliste.

Abschließend noch ein Tipp: Wenn Sie ein Investment in die Scherzer-Aktie in Betracht ziehen, sollten Sie die Aktie unbedingt limitiert ordern, da die Handelsumsätze bei Scherzer überschaubar sind.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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