So sehen wir die Batterie-Aktie Varta

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Die Autoindustrie wird elektrisch. Profitiert davon auch Varta? (Foto: ricochet64 / shutterstock.com)

Es gibt Traditions-Marken, die gehen mit der Zeit. Varta ist eine davon. Statt um Knopfzellen könnte es bei Varta bald schon um Akkus für E-Autos gehen. Das bietet enorme Chancen, da deutsche Autobauer eigene Lieferketten rund um die Elektromobilität aufbauen müssen. Wir erklären Ihnen, was das für die Aktie bedeutet und ob der Wert aktuell noch eine Chance für Sie sein kann. Doch zunächst ein paar Fakten rund um das Unternehmen selbst. VARTA wurde 1887 gegründet und gehört heute zu den weltweit bedeutendsten Anbietern von Batterien (Microbatteries)

und Energiespeicher-Lösungen (Power & Energy) für eine Vielzahl von Anwendungen. Die Batterien kommen unter anderem in Hörgeräten, Werkzeugen und Kopfhörern sowie weiteren Produkten der Unterhaltungselektronik zum Einsatz. Der Konzern notiert seit Oktober 2017 wieder an der Börse.

Weitere Investitionen sind nötig

VARTA hat wie erwartet das Jahr 2020 mit Rekordergebnissen abgeschlossen. Wachstums- und Ergebnistreiber war das erstmalig konsolidierte Geschäft mit Konsumprodukten, das vom US-Konzern Energizer übernommen wurde. Aber auch das organische Umsatzwachstum von 47% kann sich sehen lassen. Die Profitabilität hat sich ebenfalls verbessert. Die viel beachtete bereinigte operative Marge vor Abschreibungen (EBITDA-Marge) stieg von 26,9 auf 27,5%. Besonders gut lief einmal mehr das Geschäft mit wieder aufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Produkte, insbesondere für Premium True Wireless Stereo Headsets (TWS).

Hintergrund ist die nach wie vor hohe Nachfrage in einem Markt, der jährlich um rund 30% wächst. Der Trend geht vor allem Richtung immer kleinerer und leistungsfähigerer Batterien im Knopfzellen-Format. Für das laufende Jahr hat sich das Management einen Umsatz von 940 Mio € und eine bereinigte EBITDA-Marge von 30% vorgenommen. Den Gewinn schätzen wir auf 125 Mio €. Um das Umsatzziel zu erreichen, muss der Konzern weiter in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten investieren.

Darauf müssen Sie achten!

Neben Batterien für Hörgeräte und Kopfhörer will VARTA künftig auch große Energiespeicher produzieren. Geplant ist der Einstieg in den lukrativen Markt für Akkus für Elektrofahrzeuge. Die Aktie hat sich in den vergangenen 12 Monaten besser als der Vergleichsindex entwickelt. Ein Risiko ist die hohe Bewertung. Sollte VARTA seine Ziele verfehlen, was angesichts der stärker werdenden Konkurrenz nicht auszuschließen ist, würde die Aktie kräftig unter Druck geraten. Zwar bietet die Aktie eine Dividendenrendite von 2,1%, doch ist das angesichts der Volatilität nichts. Seien Sie sich darüber bewusst, dass diese Aktie ein heißes Eisen ist!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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