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Villeroy & Boch hebt Prognose für 2020 an

Villeroy & Boch hebt Prognose für 2020 an
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Das 3. Quartal des laufenden Jahres hat gerade geendet und schon präsentieren die ersten Firmen ihre vorläufigen Quartalszahlen. Besonders erfreulich fallen dabei die aktuellen Finanzzahlen des saarländischen Traditionsunternehmens Villeroy & Boch AG aus.

Das bereits im Jahr 1748 gegründete Keramikunternehmen produziert Badkollektionen, Badmöbel, Armaturen und Badaccessoires. Weltweit bekannt ist das Traditionsunternehmen auch für sein hochwertiges Geschirr, Kristall und Besteck. Die Produkte des saarländischen Unternehmens werden in rund 125 Ländern vertrieben.

Villeroy & Boch hebt Prognose für das Gesamtjahr an

Der Keramikkonzern aus Mettlach hat angesichts der Erholung des Geschäfts die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 deutlich angehoben. Das Unternehmen erwartet nunmehr ein operatives Ergebnis (EBIT) von 30 bis 35 Mio. Euro für das laufende Jahr.

Diese optimistische Einschätzung resultiert daraus, dass die Umsatzentwicklung im 3. Quartal 2020 sogar über den Vergleichswerten des Vorjahres lag. Der Villeroy & Boch-Vorstand rechnet damit, dass sich der positive Umsatztrend im traditionell starken 4. Quartal fortsetzt und das Geschäftsjahr mit einem Gesamtumsatz von maximal 6% unter Vorjahr abgeschlossen werden kann.

In einem Mitte Juli veröffentlichten Zwischenbericht war der Konzern noch von einem Umsatzrückgang von maximal 10 % für das Gesamtjahr ausgegangen.

Villeroy & Boch bleibt solider Dividendenzahler

Die Mettlacher sind als guter Dividendenzahler bekannt. So profitierten die Villeroy & Boch-Anleger in den vergangenen 10 Jahren von Dividendenrenditen von bis zu 6,8%.

Aufgrund der guten Entwicklung im 3. Quartal 2020 sowie der weiterhin hohen Netto-Liquidität haben Vorstand und Aufsichtsrat jetzt beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Oktober 2020 für das Geschäftsjahr 2019 wieder eine solide Dividende vorzuschlagen.

Konkret soll die Gesamtdividende je Vorzugsaktie bei 0,55 Euro sowie bei 0,50 Euro je Stammaktie liegen. Dabei werden die bereits gezahlten Abschlagszahlungen auf den Bilanzgewinn in Höhe von 0,20 Euro je Vorzugsaktie sowie 0,15 Euro je Stammaktie von der Gesamtdividende abgezogen.

Gute Zahlen führen zu Kurssprung

Nach Vorlage der vorläufigen Zahlen für das 3. Quartal und der angehobenen Prognose für das Gesamtjahr sprang die Villeroy & Boch-Akie deutlich nach oben. Trotz der guten Quartalszahlen und dem Kurssprung liegt der Kurs der Villeroy & Boch-Aktie immer noch deutlich unter den Höchstwerten von etwas über 20 Euro, die das Unternehmen vor 3 Jahren verzeichnen konnte.

Aus meiner Sicht sind die Papiere insbesondere für dividendenorientierte Investoren interessant. Sollte sich allerdings der Aufwärtstrend weiter fortsetzen, bietet die Aktie des Traditionsunternehmens auch für charttechnisch orientierte Anleger womöglich ein interessantes Entwicklungspotenzial.