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Zalando: Diese Aktie ist zum Schreien

Zalando: Diese Aktie ist zum Schreien
Zalando
Inhaltsverzeichnis

Wenn die Tage wieder kürzer und ungemütlicher werden, zieht es uns nicht mehr so sehr nach draußen. Auch Corona könnte dazu führen, dass sich gerade Menschen mit Vorerkrankungen lieber vom heimischen Sofa aus nach neuen Klamotten und Accessoires umsehen. An dieser Stelle kommt Zalando ins Spiel. Das Online-Warenhaus bietet alles, was schick ist und besticht mit reibungslosem Service. Grund genug, dass wir uns für Sie die Aktie von Zalando einmal genau ansehen.

Vorab  aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich. Zalando wurde 2008 in Deutschland gegründet und ist der in Europa führende Online-Versandhändler für Schuhe und Mode, aber auch im kleineren Maßstab für Accessoires, Beauty-Produkte, Kosmetik und Sportartikel. Es wird mit über 1.500 Markenherstellern zusammengearbeitet. Das Sortiment reicht von Eigenmarken über Trendmarken bis hin zu etablierten Designermarken.

So sehen wir die Zahlen

Im 1. Halbjahr hat Zalando unsere Erwartungen enttäuscht. Der Umsatz ist um 2,9% auf 4,8 Mrd € gesunken. Die Vorjahresperiode war von coronabedingten Ladenschließungen und einem Boom der Online-Händler geprägt. Es ist Zalando nicht gelungen, den damaligen Erfolg nachhaltig zu gestalten. Im 1. Halbjahr fiel ein Verlust von 47,3 Mio € an, obwohl die Zahl der aktiven Kunden um 10,6% auf 49,3 Mio und die Zahl der Bestellungen um 3,8% auf 125,8 Mio gestiegen ist.

Die durchschnittliche Warenkorbgröße ist erneut um 3% auf 55,9 € gesunken. Mit so kleinen Bestellwerten gelingt es dem Unternehmen nicht, profitabel zu arbeiten. Um dieser Problematik zu begegnen hat Zalando auf allen Märkten einen Mindestbestellwert eingeführt, womit zwar die Profitabilität erhöht, die Attraktivität der Plattform für ihre Kunden allerdings gemindert wird. Im Zuge der wirtschaftlichen Unsicherheiten schmilzt die Nachfrage nach Mode im mittleren Preissegment, auf das sich Zalando bisher am meisten konzentrierte.

Luxus als Lösung?

Mit einer Mehrheitsbeteiligung an Highsnobiety, einem Modeverlag mit angehängter Kreativberatung sowie einem kuratierten Online-Shop, versucht sich Zalando im Luxus-Segment zu positionieren. Der Konzern versucht außerdem, mit einer Expansion in die Bereiche Kosmetik und Second Hand sowie mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit stationären Händlern, die Profitabilität zu steigern.

Das Unternehmen ist optimistisch, im 2. Halbjahr auf seinen Wachstumskurs zurückkehren zu können. Der Umsatz für das Gesamtjahr wird allerdings nur knapp über dem Vorjahresniveau liegen. Aufgrund der genannten Risikofaktoren und auch der fehlenden Dividende halten wir von der Aktie Abstand – das sollten auch Sie tun!