Diese zwei wichtigen Indikatoren deuten Absturz an den Aktienmärkten an

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Neben den vielen politischen Krisenherden gibt es noch zwei maßgebliche Indikatoren, die für mich eine bevorstehende Korrektur an den Aktienmärkten anzeigen. (Foto: beejung / shutterstock.com)

Die Ausweitung der Krim-Krise verunsichert viele Investoren rund um den Globus. Daher sacken auch die Kurse an vielen Börsen weiter ab. Doch für mich ist das nur ein weiteres Warnsignal an den Börsen. Bei meiner Analyse der Aktienmärkte schaue ich auf noch auf ganz andere Indikatoren, die in der Vergangenheit schon häufiger einen bevorstehenden Crash angedeutet haben.

Und diese beiden Indikatoren möchte ich Ihnen heute genauer vorstellen. Zunächst einmal ist die Entwicklung des Kupferpreises ein sehr wichtiges Indiz: Fällt der Kupferpreis in kurzer Zeit deutlich, ist das ein negatives Zeichen. Kupfer ist eben nicht einfach nur nein Rohstoff. Es ist der wichtigste Konjunkturrohstoff überhaupt. Kupfer ist elementarer Bestandteil vieler Infrastrukturanlagen. Ob beim Bau neuer Häuser und Fabrikanlagen oder dem Stromnetz. Kupfer wird massenhaft benötigt.

Und wenn der Preis wie zuletzt deutlich nachgibt auf ein neues Vier-Jahres-Tief ist das ein klares Indiz für eine schwächere Konjunktur und eine damit nachlassende Nachfrage. 2008 ist da ein gutes Beispiel: In sehr kurzer Zeit brach der Kupferpreis von 4 Dollar auf nur noch 1,50 Dollar pro Pfund ein – kurz danach brach der Aktienmarkt beinahe vollständig zusammen. Bislang hat Kupfer schon fast 13% an Wert verloren in diesem Jahr. Und die negativen Analystenstimmen hören nicht auf. Insofern lohnt sich auf jeden Fall der genaue Blick auf die Entwicklung des Kupferpreises.

Aktienkäufe auf Kredit in den USA erreichen immer neue Rekorde

Nun ist der Kupferpreis ein reiner Konjunkturindikator. Sehr viel direkter am Aktienmarkt hängt der zweite Indikator, der meiner Meinung nach ein noch viel größeres Warnsignal sendet – aber in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt keine Rolle spielt.

Ich meine hier die Aktienkäufe auf Kredit in den USA. Jetzt sind die aktuellen Daten für den Januar 2014 veröffentlicht worden. Und die sind schlicht und einfach alarmierend. Sieben Monate in Folge sind diese Aktienkäufe auf Kredit nun auf den neuen Rekordwert von 451,3 Mrd. Dollar angestiegen. In der Vergangenheit war es schon mehrfach so, dass bei Rekordwerten dieses Indikators die Aktienmärkte ihre Hochs erreicht hatten und es danach zu starken Korrekturen bis hin zum Crash kam.

Und diese Entwicklung ist naheliegend: So lange die Aktienkurse steigen, können die Kredite mit den Gewinnen aus den Geschäften bezahlt werden. Wenn aber die Märkte drehen, ist das Spiel sehr schnell vorbei: Neben den Verlusten kommen dann auch noch die fälligen Raten für die Kredite.

Die Investoren(wobei an dieser Stelle besser Spekulant passen würde) stehen massiv unter Druck und müssen schnell Positionen auflösen. Das löst dann einen Abwärtssog an den Börsen aus, weil viele Marktteilnehmer verkaufen wollen, aber immer wenige kaufen wollen. Der Käuferstreik in solchen Marktphasen hat schon häufiger zu heftigen Kursturbulenzen geführt.

Daher kann ich hier nur an Sie appellieren, Aktienkäufe niemals auf Kredit vorzunehmen. Das war für viele Aktionäre der Anfang vom Ende.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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