Dieser Broker strebt nach Europa

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Börsenhandel ist Vertrauenssache. Ein Unternehmen hat in den vergangenen Jahren Vertrauen aufgebaut und strebt jetzt nach Europa. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Als der Anbieter Flatex vor einigen Jahren mit aggressiven Gebühren startete und immer mehr Kunden anlockte, waren viele Anleger skeptisch – schließlich gehörte der Broker zum Firmengeflecht eines schillernden Unternehmers aus Kulmbach. Doch inzwischen hat Flatex unter Beweis gestellt, dass der Broker durchaus seriös ist und hat sein Angebot dem Markt immer mehr angepasst.

Selbst Verwahrentgelte und Depotgebühren kennt Flatex heute. Preisdumping sieht anders aus. Wir erklären, was es mit Flatex, das heute FlatexDEGIRO heißt, auf sich hat und ob die Aktie Potenzial bietet.   Die flatexDEGIRO AG wurde 1999 als PRE.IPO AG gegründet und verfügt heute über 10 Standorte in Deutschland sowie jeweils einen Standort in Bulgarien, Österreich und den Niederlanden. Mitbegründer war der Eigentümer der Börsenmedien AG und Herausgeber des Börsenbriefs Der Aktionär Bernd Förtsch.

Hier stimmt die Mischung

flatexDEGIRO verdient sein Geld mit beratungsfreien Wertpapiergeschäften, Provisionen, Gebühren und Zinsen.  flatexDEGIRO hat für das 1. Halbjahr starke Zahlen vorgelegt und seinen Umsatz um 126,6% auf 226,1 Mio € gesteigert. Unterm Strich ist auf bereinigter Basis ein Gewinnsprung von 79,1% auf 2,40 € je Aktie gelungen. Andernfalls wäre der Gewinn leicht gesunken. Der Online-Broker setzt sein profitables Wachstum fort. Noch immer schafft es flatexDEGIRO, wichtige Neukunden für seine Online- Dienstleistungen zu begeistern. Bis Jahresende sollen 2 bis 2,2 Mio Kunden unter Vertrag stehen.

Besonders beliebt sind die Sparplan- Möglichkeiten für den langfristigen Vermögensaufbau und die Trading-Services für aktivere Investoren. Mit dieser Mischung spricht flatexDEGIRO unterschiedliche Zielgruppen an, die beide gleichermaßen zum profitablen Wachstum beitragen. Hinzu kommt ein florierendes Provisions- und Zinsgeschäft. Der Konzern erhebt eine Gebühr auf das bestehende Wertpapierdepot sowie negative Zinsen auf Bargeldbestände. Gleichzeitig werden unkomplizierte Wertpapierkredite mit einem erhöhten Zinssatz von 5% zur Verfügung gestellt. Diese Einfachheit kommt bei den Kunden gut an.

Flatex und der Griff nach Europa!

Das Erfolgskonzept soll jetzt in Kontinentaleuropa ausgerollt werden. Dazu strebt der Vorstand mit seiner Vision 2026 eine Kundenanzahl von 7 bis 8 Mio an und möchte jährlich bis zu 350 Mio Transaktionen abwickeln. Wir halten diese Ziele für ambitioniert, aber nicht überhöht. Mit der Verschmelzung der niederländischen DEGIRO B. V. wurden die Weichen für weiteres Wachstum bereits gestellt. Das Unternehmen ist profitabel und will expandieren, die Aktie ist daher nicht uninteressant. Mit jeder Expansion sind aber auch Risiken verbunden, diese sollten Sie nicht ausblenden! Eine Dividende gibt es hier aber nicht.

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Kündigt sich hier im Nikkei ein Absturz an?Momentan gibt es noch Support in der Zone um 29.500 Punkten. Wenn diese Unterstützung bricht, könnten wir schnell 1.000 Punkte fallen. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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