Dividenden-Fonds auf Rekordkurs

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Dividenden-Fonds laufen Renten immer mehr den Rang ab. Eine Studie von Allianz Global Investors zeigt: zu Recht! (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Dass Dividenden ein klares Kriterium für lohnende Investments sind, ist bekannt.

Inzwischen laufen Dividenden-Aktien sogar den ehemals so beliebten Rentenfonds den Rang ab. Während Statistiken der Fondsbranche bei Rentenfonds Mittelabflüsse ausweisen, profitieren Fonds, die gezielt auf Dividenden-Titel setzen.

Ein Beispiel ist die Entwicklung des DWS Top Dividende. Der Fonds hat bereits Anfang dieses Jahres ein neues Rekordniveau erreicht und steigt seitdem kontinuierlich weiter. Von dieser Entwicklung profitieren immer mehr Anleger: Inzwischen ist der Fonds satte 8,44 Mrd. € schwer.

Durchschnittliche Dividendenrendite von mehr als 4%

Obwohl ein solches Fondsvolumen immer auch Risiken birgt – schließlich ist ein Öltanker schwerer zu steuern als ein Segelboot, bleibt Fondsmanager Thomas Schüssler optimistisch:

Trotz schwacher Wirtschaftsentwicklung im Euroraum sollen die Konjunkturprogramme in China und Brasilien für weitere Kurssteigerungen des Fonds sorgen.

Weiterhin setzt Schüssler antizyklisch auf typische Dividenden-Branchen und gewichtet Telekommunikation, Versorger, Energie oder Basiskonsumgüter über.

So gelingt es dem Fondsmanager, unterm Strich eine durchschnittliche Dividendenrendite von 4,1% zu erreichen. Für Anleger im derzeitigen Umfeld niedriger Zinsen eine gute Rendite.

Studie: Dividenden-Strategie in schwieriger Marktphase stark

Doch was passiert, wenn die Zeiten an den Börsen noch stürmischer werden? Könnten heftige Kursausschläge die Rendite zunichte machen? Könnten die Gewinne der Unternehmen im Falle einer Wirtschaftskrise gefährdet sein?

Entwarnung gibt diesbezüglich eine Studie der Analysten von Allianz Global Investors. Demnach konnten Dividendenstrategien den Gesamtmarkt während der schwierigen Marktphase zwischen 1967 und 1982 outperformen.

Lediglich in Phasen sehr hoher Inflation steigt der Gesamtmarkt stärker als Dividenden-Titel. Doch sollte dies selbst skeptische Anleger nicht von Dividenden-Titeln fernhalten, da Anleihen in einem solchen Szenario im Vergleich zur Dividendenstrategie noch schlechter abschneiden dürften.

Passive Strategien helfen Gebühren sparen

Dennoch sollten Sie bei der Wahl von Dividenden-Fonds einiges beachten: Die Größe des Fonds habe ich als möglichen Performance-Killer bereits erwähnt. Auch spielen bei aktiv gemanagten Fonds Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren eine große Rolle.

Achten Sie darauf, dass die Performance dieser Fonds im Vergleich zu Dividenden-Indizes diese Gebühren rechtfertigt. Falls nicht, setzen Sie mit passiven Instrumenten auf Dividendenindizes wie den DivDax  oder den Europe Select Dividend 30.

Solche Indizes werden nach klaren Kriterien regelmäßig neu zusammengestellt. Dabei wird nicht nur die Dividendenrendite berücksichtigt, sondern auch, wie die Ausschüttung finanziert wird.

Schüttet ein Unternehmen teilweise „auf Pump“ aus, ist es im Index geringer gewichtet, als wenn die Dividendenzahlung tatsächlich erwirtschaftet wurde.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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