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Diese Aktie ist (noch) kein Überflieger

Inhaltsverzeichnis

Wann sind Sie zum letzten Mal geflogen? Als man diese Frage vor mehr als einem Jahr stellte, dürften die Antworten höchst unterschiedlich ausgefallen sein. Manch ein Geschäftsreisender brachte es damals locker auf mehrere Flüge im Monat. Doch seit der Pandemie ist alles anders. Ich selbst kann mich erst nach einigem Nachdenken noch an meinen letzten Flug erinnern. Sicher ist aber, dass ich bald wieder fliegen werde – zu groß ist das Fernweh. Diese Sehnsucht teile ich mit Millionen Menschen, die sich nach Normalität sehnen. Wir analysieren die Aktie des Züricher Flughafens und erklären, was der Wert für Ihr Depot leisten kann.

Die Pandemie hat zugeschlagen

Die Flughafen Zürich AG betreibt den größten Flughafen der Schweiz. Vor der Coronakrise wurden jährlich werden mehr als 31,5 Mio Passagiere befördert und 60 Länder auf der ganzen Welt angeflogen. Das Unternehmen firmiert als Eigentümer des Flughafengeländes. Neben dem Flugbetrieb gehören die Immobilienverwaltung, Flughafenbewirtschaftung und verschiedene Dienstleistungen zum Angebot.

Flughafen Zürich bekommt die Auswirkungen der Coronakrise mit dem eingeschränkten Reiseverkehr unmittelbar zu spüren. Erstmals seit 2001 hat der Konzern einen Verlust ausgewiesen. Die Anzahl der beförderten Passagiere ist von 31,5 auf 8,3 Mio eingebrochen, was zu einem Einbruch im Fluggeschäft von rund 2/3 führte. Das Nicht-Fluggeschäft erwies sich mit einem Umsatzrückgang von 27% als robuster. Insbesondere der Ausbau des Immobiliengeschäfts kommt  Flughafen Zürich in der Krise zugute und stabilisiert das Geschäft. Die Immobilieneinnahmen sind 2020 um 12,5% auf 141 Mio SFr gestiegen.

So sehen wir die Aktie

Wann  Flughafen Zürich zur Normalität zurückkehren kann, lässt sich aktuell nicht vorhersehen, da unklar ist, wann die Reiserestriktionen aufgehoben oder gelockert werden. Die Hoffnungen ruhen auf dem Impffortschritt. Langfristig blickt CEO Widrig optimistisch auf die Zukunft des Reiseverkehrs. Er rechnet aber damit, dass es bis zu 5 Jahre dauern kann, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Um in die Gewinnzone zurückzukehren, müsse das Passagieraufkommen aber mindestens auf die Hälfte von 2019 klettern. Für den Fall der Erholung ist  Flughafen Zürich gut positioniert, da sich die Schweizer Konjunktur vergleichsweise gut schlägt und der Anteil der innereuropäischen Flugziele hoch ist.

Finanziell profitiert  Flughafen Zürich davon, dass die Verschuldung in den vergangenen Jahren im Rahmen gehalten wurde. Um die Liquidität zu schonen und die anstehenden Investitionen in Zürich und vor allem in den internationalen Märkten, in Brasilien und Indien, stemmen zu können, wird vermutlich auch 2021 auf eine Dividende verzichtet. Das ist aber nicht das größte Problem. Jetzt kommt es erst einmal darauf an, dass das Unternehmen wieder in die Spur kommt. Bleiben Sie der Aktie besser noch fern!