Gold-Potenzial: 2.000 Dollar sind hier nur ein erstes Ziel

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Gold hat 2019 bislang ein gutes Jahr gehabt – und ich bin davon überzeugt, dass noch eine sehr gute Phase vor uns liegt. Dafür sind schlicht und einfach zu viele Krisenfaktoren aktiv, die alle das Zeug haben, den Preis weiter anzutreiben.

So sind die konjunkturellen Aussichten in vielen Industriestaaten sehr schwach. Für Deutschland sind erst vor wenigen Tagen die Konjunkturprognosen für 2019 und für 2020 auf nur noch ein Miniwachstum von 0,5% gekürzt worden. In den USA sind zuletzt die Daten der Einkaufsmanager auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise 2009 abgesackt.

Das sind nur Anzeichen für eine deutliche Verschlechterung der Wirtschaftslage diesseits und jenseits des Atlantiks. Die Gründe dafür wiederum sind vielschichtig und auch schon seit Monaten bekannt. Da ist der Handelsstreit zwischen den USA und China. Das war lange Zeit eine abstrakte Gefahr. Doch so langsam wirken sich die Strafzölle auf die Wirtschaft aus.

Solange es hier keine Entspannung gibt (und danach sieht es in diesen Tagen nun wirklich nicht aus), solange werden sich die negativen Effekte auf die Konjunktur auswirken. Und genau in solchen Phasen wirtschaftlicher Schwäche und einer gewissen Unsicherheit über den weiteren Verkauf schlägt die große Stunde der Edelmetalle – und ganz speziell beim Gold.

Doch wie lange wird der aktuellen Bullenmarkt beim Gold noch andauern und wie hoch kann es dabei gehen? Für solche Prognosen schaut man am besten in die Vergangenheit und auf schon ausgelaufene Bullenmärkte. Dann wird sehr schnell klar: Wir haben noch viel vor uns bei den Edelmetallen.

In Bullenmärkten steigt Gold um 500% und mehr

So haben wir den Tiefpunkt, von dem der aktuelle Bullenmarkt beim Gold gestartet ist, im Dezember 2015 mit einem Preis von nur noch 1.049 Dollar pro Unze gesehen. Somit läuft diese Phase erst seit knapp 4 Jahren. Und ausgehend von dem Niveau ist der Goldpreis bis zum jüngsten Hoch im August erst um knapp 48% angestiegen.

Genau hier ergibt sich auf Basis historischer Daten noch sehr viel Potenzial – zumindest theoretisch:

  • Im Goldbullenmarkt der 1974 endete, kletterte der Goldpreis in der Spitze um 462%
  • Im Goldbullenmarkt der 1980 endete, kletterte der Goldpreis in der Spitze um 721%
  • Im Goldbullenmarkt der 2011 endete, kletterte der Goldpreis in der Spitze um 595%

Nimmt man jetzt hier nur den niedrigsten Wert von 462% aus den 1970er Jahren ergäbe sich daraus ein Potenzial für den Goldpreis von bis zu 5.897 Dollar pro Unze. Wie gesagt: Das ist ein theoretischer Wert auf Basis des Tiefpunkts von 1.049 Dollar aus dem Dezember 2015. Und die einfache Fortschreibung historischer Daten ist keine Garantie für die Entwicklung in der Zukunft.

Dennoch zeigt Ihnen das auf, was eben möglich ist, wenn man die Daten aus der Vergangenheit als Maßstab heranzieht. Insofern ist ein Goldpreis von 1.500 Dollar pro Unze erst der Anfang und noch lange nicht das Ende der Fahnenstange beim Gold.