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Goldminen-Konsolidierung erreicht einen neuen Höhepunkt

Goldminen-Konsolidierung erreicht einen neuen Höhepunkt
TTstudio / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Im Goldminensektor bleibt Newcrest Mining ein Basisinvestment.

Für das Unternehmen sprechen die branchenweit niedrigen Produktionskosten. Zudem verfügt das Unternehmen über eine starke Eigenkapitalquote von rund 64%. Das senkt das finanzielle Risiko in schwierigen Zeiten, da Newcrest kaum Fixkosten für Zinsen leisten muss. Zudem wird die Liquiditätsrechnung nicht mit Tilgungen belastet.

Für Newcrest spricht auch der hohe, freie Cashflow (FCF). Im abgelaufenen Jahr flossen dem Unternehmen 1,4 Mrd. $ aus dem operativen Geschäft zu. Nach Abzug der Sachinvestitionen von 0,6 Mrd. $ erwirtschaftete Newcrest einen Zahlungsmittelüberschuss von 0,8 Mrd. $, der für Wachstumsinvestitionen, Ausschüttungen oder Stärkung der Liquidität zur Verfügung steht. Bei einem Umsatz von 3,5 Mrd. $ entspricht dies einer starken FCF-Marge von 22%.

Die Konsolidierung im Goldminensektor schreitet voran

Der Kostenvorteil von Newcrest treibt die Konsolidierung im Goldminensektor weiter voran. Nach der Übernahme von Randgold durch Barrick legte Newmont mit der Übernahme von Goldcorp nach und stieg damit zum weltweit größten Goldproduzenten auf. Zudem wollen Barrick und Newmont ihre Kosten durch ein Joint-Venture in Nevada senken. Unterdessen kaufte Newcrest in deutlich kleineren Dimensionen zu.

Nach dem Kauf von 27% am kanadischen Unternehmen Lundin Gold im vergangenen Jahr meldete Newcrest jüngst den Kauf von 70% an der Red Chris Mine in Kanada. Die Transaktion soll im August zum Abschluss gebracht werden. Den Kaufpreis von rund 807 Mio. $ kann Newcrest problemlos aus eigenen Mitteln leisten.

Mit Blick auf die Größenverhältnisse in der Branche sehen wir die Gefahr, dass Newcrest selbst zum Übernahmeziel wird. Die Konkurrenten wie Barrick und Newmont stoßen durch die jüngsten Übernahmen in neue Größendimensionen vor. Eine Übernahme vom Newcrest wird es aber wahrscheinlich nicht ohne einen deutlichen Aufschlag zum Aktienkurs geben.

Auf die größte Umweltkatastrophe Brasiliens …

Die Aufräumarbeiten und Gerichtsverhandlungen des katastrophalen Dammbruchs der Samarco Mine im Jahr 2015 dauern noch immer an. Die Eisenerzmine wurde in einem Joint Venture von BHP Billiton und Vale betrieben. Die direkten Folgen waren 19 Todesopfer durch Überschwemmungen und die bis dahin größte Naturkatastrophe in Brasilien. Mehr als 60 Mio. Kubikmeter verseuchtes Dammwasser überflutete ganze Landstriche und mündete schlussendlich in den Atlantischen Ozean. Vale und BHP leiteten Hilfsmaßnahmen ein und stellten Milliardenbeträge für Schadenszahlungen zurück.

… folgt die nächste

Am 25. Januar 2019 ist es wieder passiert. Der Brumadinho Damm in der brasilianischen Córrego do Feijão Eisenerzmine brach. Eine 12 Mio. Kubikmeter große Schlammmasse überflutete die Bürogebäude und umliegenden Dörfer und sorgte für beinahe 300 Todesopfer. Vale stellte einmal mehr ein Notfallkommittee zusammen. Während das Ausmaß der Zerstörung noch unklar war, brach die Vale-Aktie um 24% ein.