MDAX: Hohe Börsengewinne mit Mittelständlern

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Erfahren Sie hier, warum der MDax den DAX in der Vergangenheit abgehängt hat und dies wohl auch weiterhin schaffen wird. (Foto: Delux/Shutterstock)

In diesem Beitrag möchte ich für Sie einen Vergleich zwischen dem Mittelstands-Index MDAX und dem DAX vornehmen, der die 30 größten börsennotierten Unternehmen aus Deutschland umfasst.

Im Anschluss daran lernen Sie die Vorzüge von börsennotierten Mittelständlern kennen.

Während der deutsche Leitindex DAX in den Jahren zwischen 2000 und 2015 um 60,35% zugelegt hat, sind es beim Mittelstands-Index MDAX 357,09%.

Damit ist der MDAX der eindeutige Punktsieger in diesem Duell.

MDAX: Nicht nur renditestärker als der DAX, sondern auch krisenfester

Als Anfang des Jahrtausends die sogenannte New Economy zusammenbrach bzw. die Blase des Neuen Marktes platzte, litten die im MDAX notierten Mittelständler darunter weniger als die DAX-Konzerne.

Am Höhepunkt der Spekulations-Blase im Jahr 2000 erreichte der DAX am 7. März einen Schlussstand von 8.065 Punkten.

Der tiefste Schlussstand des DAX vor dem Aufschwung im Jahr 2003 lag am 12. März jenes Jahres bei 2.203 Punkten. Damit verlor der DAX von März 2000 bis März 2003 rund 73% seines Wertes.

Der MDAX erreichte am 7. März 2000 einen Schlussstand von 4.250 Punkten und am 12. März 2003 einen von 2.647 Punkten.

Damit verlor der MDAX im selben Zeitraum lediglich 38% seines Wertes. Der DAX verlor in dieser Zeitspanne somit fast das Doppelte an Wert. Relativ gesehen war also auch hier der MDAX der klare Punktsieger.

Der MDAX bewies jedoch nicht nur in der Krise mehr Stehvermögen als der DAX, sondern präsentierte sich auch in der Folge – ab dem Aufschwung im Jahr 2003 – stärker als sein großer Bruder, der DAX.

Die MDAX-Mitglieder profitierten also ab dem Jahr 2003 überproportional vom Aufschwung der Weltkonjunktur und der damit verbundenen Aktien-Hausse.

Warum der MDAX den DAX schlägt

Kommen wir jetzt zu den Gründen dafür, warum der MDAX den DAX in der Vergangenheit geschlagen hat und ihn wohl auch künftig abhängen wird:

  1. Lothar Koch, Portfolio-Manager von Goldman Sachs Asset Management (GSAM): „Im MDAX ist ein ausgewogenes Gemisch wachstumsstarker Unternehmen versammelt, die z. T. in Nischen-Märkten weltweit eine marktführende Stellung haben und hohe Gewinnmargen erzielen“.
  1. Im MDAX sind stets viele Unternehmen vertreten, bei denen die Gründerfamilien einen großen Einfluss haben.
  1. MDAX-Unternehmen stehen weniger im Fokus als DAX-Konzerne.

Was familien- oder inhabergeführte Unternehmen so erfolgreich macht

Ein ganz wichtiger Grund ist, dass Eigentümer- bzw. familiengeführte Unternehmen sehr häufig in Generationen und nicht in Quartalen denken.

Dies führt zu einer nachhaltig positiven Entwicklung – sowohl des Unternehmens als auch des Kurses der dazugehörigen Aktie. Ein Muster-Beispiel hierfür ist der deutsche Autovermieter Sixt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass sich Verantwortungs-Bewusstsein, hohe Identifikation und persönliches finanzielles Engagement sehr positiv auf den Aktienkurs auswirken.

Anders gesagt: Wenn die Unternehmens-Führung, wie bei einem Familienunternehmen, gleichzeitig Haupteigentümer des Unternehmens ist, wirkt sich dies zumeist nachhaltig positiv auf den Aktienkurs aus.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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