Inflation in Deutschland auf 28-Jahres-Hoch

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Die Inflationsrate in Deutschland liegt auf dem höchsten Niveau seit 28 Jahren. Die Importpreise stiegen zuletzt sogar so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. (Foto: macgyverhh/Shutterstock)

Im August ist die Inflation in Deutschland auf 3,9% gestiegen. Das war die höchste hierzulande gemessene Inflationsrate seit 1993. Damit befindet sich die Inflation auf einem 28-Jahres-Hoch.

Sie werden selbst wahrscheinlich auch schon an vielen Stellen die höheren Inflationsraten gespürt haben. Denken Sie beispielsweise an die Mietwagenpreise bei Ihrem Sommerurlaub, die Benzin- und Dieselpreise an der Tankstelle oder den Wocheneinkauf im Supermarkt oder im Discounter.

Importpreise: Stärkstes Wachstum seit 1981

Auch die deutschen Importpreise waren zuletzt stark angezogen. Im Juli verzeichneten die Importpreise mit einem Anstieg von satten 15% das höchste Plus seit 40 (!) Jahren. Im Jahr 1981 – als letztmals derartige Steigerungen zu beobachten waren – war die zweite Ölpreiskrise dafür verantwortlich. Dieses Mal sind es zu einem großen Teil die Folgen der Corona-Pandemie.

Die Europäische Zentralbank (EZB) stuft die derzeit hohe Inflation zwar ebenso wie die US-Notenbank Fed als temporär ein, ich bin jedoch der Ansicht, dass wir auch in den kommenden Jahren mit höheren Inflationsraten rechnen müssen als in den vergangenen Jahren.

Bleibt die Frage, wie Sie sich vor höheren Inflationsraten und dem damit verbundenen Kaufkraftverlust schützen können. Die Lösung: Sie sollten in Qualitätsaktien investieren. Denn dabei handelt es sich um Sachwerte mit eingebautem Inflationsschutz.

Qualitätsaktien bieten Inflationsschutz

Kurzfristig sind Aktien extrem schwankungsanfällig, wie die Crash-Phasen 2000 bis 2003, 2007 bis 2009 und der Corona-Blitz-Crash im Frühjahr 2020 bewiesen haben. Aber schon hier lohnt sich ein genauer Blick.

Was schwankt so stark? Die Aktienkurse. Also die tagesaktuellen Preise, die am Markt für Aktien zu erzielen sind. Ganz anders sieht das Ergebnis aus, wenn Sie den Wert eines Unternehmens betrachten. Hier sind die Schwankungen wesentlich geringer.

Eine Unterscheidung zwischen Preis und Wert klingt wie Haarspalterei, ist aber ein elementarer Punkt bei der Frage, wie Sie Ihr Geld, Ihr Vermögen vor Inflation schützen können. Entscheidend ist, dass der Aktienkurs nach positiven und negativen Übertreibungsphasen immer wieder zum „wahren“ Wert zurückkehrt.

Der Spekulant und Börsen-Schriftsteller André Kostolany (1906–1999) hat für diesen Vorgang ein sehr schönes sprachliches Bild gefunden: „Der Börsenkurs verhält sich zur Wirtschaft wie der Hund zum Spaziergänger: Er läuft oft voraus oder hinterher, kommt aber immer wieder zurück.“

Keine Angst vor Kursschwankungen!

Fazit: Haben Sie keine Angst vor Kursschwankungen am Aktienmarkt! Selbst der Kurs einer Qualitätsaktie wird in Krisenzeiten kurzzeitig unter Druck geraten. Der große Unterschied: Schrottaktien bleiben im Keller, qualitativ hochwertige Aktien erholen sich schnell wieder.

An dieser Stelle noch ein Tipp: Ich habe in der vergangenen Woche hier im Schlussgong die Kriterien genannt und erläutert, die Unternehmen erfüllen sollten, damit deren Aktien als Sachwerte oder auch als Qualitätsaktien gelten. Sie können sich den Beitrag auch noch einmal auf der GeVestor-Internetseite anschauen. Konkrete Empfehlungen mit den passenden Analysen finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“ in der Sonderstudie „Ihre Anlage-Strategie in der Inflations-Phase“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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