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Inflationsschutz: Was kaufen Sie?

Inhaltsverzeichnis

Gold, Bitcoin, Immobilien, Aktien. Das sind wohl die häufigsten Antworten, auf die Frage im Titel. Wohin sollen wir unser Geld stecken, wenn wir die Kaufkraft erhalten wollen? Gold hat die letzten Jahre nur mittelmäßig abgeschnitten. Dafür ist der Papiermarkt, der Gold handelt einfach zu groß. Hier können die Großbanken den Goldpreis gehebelt nach unten drücken. Da wird es dann schwer, noch einen fairen Preis von Gold zu sehen.

Bitcoin? Das klappt schon besser. Selbst, wenn Sie immer am jeweiligen Allzeithoch eines Jahres gekauft hätten, wären Sie im Plus. Welcher Wert, dessen Ruf so viel schlechter ist, kann das schon von sich behaupten?

Aber nicht jeder findet Kryptowährungen attraktiv, versteht sie oder vertraut ihnen. Insofern ist eine Geldanlage in Bitcoin oder Ethereum noch für die Masse unvorstellbar. Gut so, sonst hätten wir auch schon viel höhere Preise.

Immobilien sind ja ganz nett. Der Markt ist aber die letzten 12 Jahre sehr heiß gelaufen und deshalb eher ein Verkäufermarkt. Auch wenn die Zinsen noch niedrig sind, jetzt in Immobilien zu investieren, ist meiner Meinung nach nicht der beste Zeitpunkt. Klar, kann das alles noch eine Weile weitersteigen und wer selber darin wohnen will, für den ist das natürlich etwas ganz anderes Rein als Inflationsschutz finde ich Immobilien derzeit nicht optimal.

Aktien passen da schon eher. Der S&P 500 steigt ähnlich zur Inflation. Da fehlen dann auf Dauer natürlich auch die Aktiengewinne. Um die Kaufkraft zu schützen ist das allerdings ziemlich passend. Wer also einfach per ETF in den S&P 500 investiert, kann sich so vermutlich gut vor Inflation schützen und ich gleichzeitig noch liquide. Das geht bei Immobilien nicht. Kryptowährungen bieten mehr Gewinn aber haben auch höherer Risiken zwischendurch zu crashen. Gold funktioniert leider nicht so schön, wie es oft angepriesen wird.

iPhones gegen die Inflation

So passiert es aktuell offenbar in der Türkei. Die türkische Lira hat dieses Jahr bereits 40 Prozent an Wert im Vergleich zum Euro verloren. Wir standen heute kurz bei 14:1. Ende März 2020 war es noch 7:1. Für einen Euro bekommen wir also 14 türkische Lira. Schauen wir uns das einmal im Tageschart an.

Die letzten Tage geht es wieder parabolisch nach oben. Das hatten wir zuletzt in der Form im August 2018. Danach gab es ein Doppeltop und die Kurse konsolidierten eine Weile. Wenn es jetzt ähnlich kommt, wäre es durchaus denkbar, dass die EUR/TRY im Bereich 11 bis 12 einen Boden bildet und danach wieder steigt.

Jetzt kommen wir aber zum eigentlich verrückten Fakt: In der Türkei werden gerade deshalb iPhones als Wertspeicher gekauft. Diese verlieren nicht an Wert, wie die eigene Währung. Vielleicht können sie sogar noch mit Gewinn später verkauft werden…