Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Sage Therapeutics gerät nach Kurskollaps auf den Radar der Firmeninsider. Vorstand und wissenschaftlicher Leiter sammeln millionenschweres Aktienpaket ein (Foto: Christopher Halloran / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

PBF Energy:

Massive Käufe gab es zuletzt bei der Aktie des Öl-Konzerns PBF Energy durch den Großaktionär Carso S.A. De C.V. Inversora. Seit Anfang Dezember sammelte der Firmeninsider 1,6 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 29,81 und 31,10 Dollar je Anteilschein ein. Insgesamt belief sich das Transaktionsvolumen auf über 49 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe erhöhte sich die Position von Carso S.A. De C.V. Inversora auf 20,06 Millionen Aktien, was insgesamt 16,4% aller Stimmrechte entspricht.

PBF Energy ist zusammen mit seinen Tochtergesellschaften in der Raffination und Lieferung von Mineralölprodukten tätig. Darüber hinaus bietet das Unternehmen verschiedene Bahn-, LKW- und Schiffsterminaldienstleistungen sowie Pipelinetransport- und Lagerdienstleistungen an. Im vergangenen Jahr gingen bei PBF Energy Umsätze in Höhe von 27,18 Milliarden Dollar und damit 24% mehr als im Vorjahr durch die Bücher. Im Gegenzug sackte der Gewinn allerdings von 416 auf 128 Millionen Dollar in den Keller.

Energy Products Partners:

Mit Energy Products Partners steht ein weiterer Öl-Konzern auf der Kaufliste der Insider ganz weit oben. Auch hier legte ein Großaktionär massiv nach. Randa Duncan, die Tochter des Firmengründers Dan Duncan, kaufte fast 1,2 Millionen Aktien. Bei einem Kaufkurs zwischen 25,72 und 27,85 Dollar je Aktie musste sie für die Zukäufe über 36 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Inzwischen hält die Tochter Randa Duncan 4,19 Millionen Aktien des Konzerns.

Enterprise Products ist ein US-amerikanischer Pipelinebetreiber. Das Unternehmen betreibt ein Netz von 49.000 Meilen Pipelines in den Vereinigten Staaten. Davon entfallen 33.000 km auf Erdgas, 32.000 km auf Flüssiggas (Natural Gas Liquids), 10.000 km auf Rohöl und knapp 7.000 km auf Produktenleitungen. Zusätzlich werden Kavernenspeicher, Terminals und Anlagen zur Erdgasaufbereitung sowie zur Abtrennung von Flüssiggasen aus nassem Erdgas betrieben.

Bei einem Jahresumsatz von 36,53 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Nettogewinn von 4,23 Milliarden Dollar. Damit erreichte EPD mit einer Gewinnmarge von 11,42% das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren.

Sage Therapeutics:

Die Aktie von Sage Therapeutics stand zuletzt massiv unter Druck und verlor nach schwachen Studienergebnissen kolossal an Wert. Sie müssen wissen: Sage Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen im klinischen Stadium und entwickelt und vermarktet neuartige Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS). Nach der Veröffentlichung von Daten zu einem Depressionsmedikament rauschten die Papiere von 150 bis auf zeitweilig 60 Dollar in den Keller.

Auf diesem Niveau witterten zwei Firmeninsider offenbar eine attraktive Einstiegschance: Der Vorstand Jeffrey Jonas kaufte 7.500 Aktien und sein wissenschaftlicher Leiter legte sich 25.000 Aktien ins Depot. Zu Preisen zwischen 63,77 und 64,49 Dollar pro Aktie kostete sie das insgesamt mehr als 2,08 Millionen Dollar. Der Vorstand Jonas erhöhte durch die Käufe seine Position um 16% und hält nach dem Zukauf 54.500 Aktien. Der wissenschaftliche Leiter baute seine Position um 22% auf mittlerweile 111.400 Aktien aus.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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