Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Enterprise Products Partners: Aktie des Pipelinebetreibers durch Corona-Virus unter Druck. Tochter des Firmengründers und Vorstand wittern Gewinnchance und sammeln millionenschwere Aktienpakete ein (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Anthem:

Nach einem schwachen Jahresstart der Anthem-Aktie (-11%) zeigt sich der Firmenboss Gail Boudreaux zuversichtlich und baut seinen Aktienbestand nochmals deutlich aus. Bei einem Kurs von 263,70 Dollar je Aktie erwarb Boudreaux 7.600 Anteilscheine. Insgesamt hatte die Transaktion damit einen Gegenwert von knapp über 2 Millionen Dollar. Durch den Zukauf baut der Vorstand seine Aktienposition um 40% und hält inzwischen 26.556 Papiere an Anthem.

Anthem ist ein US-amerikanisches Krankenversicherungsunternehmen mit Firmensitz in Indianapolis, Indiana. Zuletzt gingen bei dem Konzern Umsätze von 104,21 Milliarden Dollar durch die Bücher. Bei einem Gewinn in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar lag die Gewinnspanne der Firma bei 4,61%.

Trinity Industries:

Bei dem Schienen-Konzern Trinity Industries hält das positive Insidersentiment weiter an. Den 12 Millionen Dollar schweren Zukäufen folgte jetzt nochmals ein Kauf des Directors Brandon Boze, der sich 96.547 Aktien ins Depot legte. Bei einem Kaufkurs von 20,53 Dollar je Papier musste Boze für den Zukauf 1,98 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Trinity Industries ist ein amerikanischer Industriekonzern mit Sitz in Dallas. Die Gesellschaft produziert Güterwaggons, Gastanks, Leitplanken und Masten für Windkraftanlagen. Mit 34.295 produzierten Güterwagen besitzt Trinity einen Marktanteil von 41 % in Nordamerika. Seit der Übernahme von Big River Industries stellt Trinity außerdem Baumaterial und Zuschlagstoff für Beton her. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 2,5 Milliarden Dollar – beim Gewinn brachte es der Schienenspezialist auf 159 Millionen Dollar.

Energy Products Partners:

Zuletzt notierten Ölkonzerne durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus und der damit verbundenen Sorgen um eine mögliche Bremswirkung auf die Konjunktur ausgesprochen schwach. Seit Anfang Januar gab der Ölpreis um rund 20% nach. Das eingetrübte Stimmungsbild nutzte Randa Duncan, die Tochter des Firmengründers Dan Duncan, für einen signifikanten Aktienkauf. Bei einem Preis von 25,62 Dollar kaufte sie 200.000 Aktien (Gegenwert 5,12 Millionen Dollar). Inzwischen hält Randa Duncan 4,45 Millionen Aktien des Konzerns.

Darüber hinaus zeigte sich auch das Vorstandsmitglied AJ Teague zuversichtlich und hat ein 500.000 Dollar schweres Aktienpaket beim Preis von 25,40 Dollar je Stück eingesammelt.

Enterprise Products ist ein US-amerikanischer Pipelinebetreiber. Bei einem Jahresumsatz von 36,53 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Nettogewinn von 4,23 Milliarden Dollar. Damit erreichte EPD mit einer Gewinnmarge von 11,42% das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren. Nach dem 20%igen Kursrückgang der Aktie dürften sich beiden Firmeninsider auch über die hohe Dividendenrendite freuen. Diese liegt nun wieder bei fast 7%.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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