Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Insider legt bei Autovermieter Avis nach. Großaktionär sammelt 10 Millionen Dollar schweres Aktienpaket ein und setzt auf schnelle Rückkehr zur Normalität (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Liberty Formula One Group:

Bei der Liberty Formula One Group hat der bekannte Star-Investor Warren Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway nachgelegt. Bei Kursen zwischen 31,88 und 36,33 Dollar erwarb der Großinvestor über 8,7 Millionen Aktien. Der gesamte Transaktionswert der Zukäufe lag bei rund 300 Millionen Dollar.

Die Formula One Group ist eine Unternehmensgruppe, die für die Werbung und kommerzielle Verwertung der Formel-1-Weltmeisterschaft verantwortlich ist. Im Januar 2017 wurde das Unternehmen von Liberty Media übernommen, bis dahin waren die Familie von Bernie Ecclestone sowie wechselnde Medienkonzerne, Banken und Investmentgesellschaften die Eigentümer. Die von der Corona-Pandemie ausgebremste Formel 1 hat kürzlich einen ersten neuen Rennplan skizziert, der im Idealfall 15 bis 18 Grands Prix umfassen soll. Gestartet werden soll im Juli – ohne Zuschauer.

Die Aktie hat sich nach einem kräftigen Kurssturz im März wieder kräftig erholt (+90%), notiert aber seit dem Jahreswechsel weiterhin gut ein Fünftel in der Verlustzone.

Avis Budget Group:

Die Aktien von Autovermietungsgesellschaften erlebten seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ebenfalls eine rasante Achterbahnfahrt. So rauschten die Papiere der Avis Budget Group erst von 50 bis auf unter 8 Dollar in den Keller, nur um sich im Anschluss wieder auf über 24 Dollar zu verdreifachen.

Das ermäßigte Kursniveau nutzten einige Firmeninsider zum Einstieg. Während sich bereits im März zwei Direktoren bei Kursen um die 16 Dollar Aktien für über 400.000 Dollar ins Depot legten, folgte Ende Mai der Großaktionär SRS Investment Management. Zwischen 18,73 und 20,59 Dollar sammelte SRS 499.640 Aktien im Gegenwert von 9,88 Millionen Dollar ein. Durch die Zukäufe erhöhte sich der Aktienbesitz von SRS auf 16,68 Millionen Anteile, was 22,8% aller Stimmrechte entspricht.

Die Avis Budget Group ist die US-amerikanische Muttergesellschaft der Mietwagenunternehmen Avis, Budget und Zipcar. Der Konzern ist weltweit an etwa 5.500 Standorten tätig und erwirtschafte im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 9,17 Milliarden Dollar. In diesem Jahr muss das Unternehmen mit kräftigem Gegenwind kämpfen. Die ohnehin stark umkämpfte Mietwagenbranche gilt als eines der großen Corona-Opfer. So hat vor wenigen Tagen der Avis-Erzrivale Hertz Insolvenz beantragen müssen.

Dynavax:

Deutlich stärker entwickelten sich zuletzt die Papiere des Impfstoffhersteller Dynavax. Seit Mitte März schossen die Papiere von 2,27 auf 7,92 Dollar in die Höhe. Damit ist die Kursdelle aus dem Frühjahr wieder ausgebügelt und Anleger, die bereits zum Jahreswechsel investiert waren, können sich über einen Wertzuwachs von 34% freuen.

Trotz des erhöhten Kurslevels sammelte der Director Andrew Hack zum Kurs von 5 Dollar je Aktie insgesamt 1 Millionen Anteile ein. Damit erhöhte er seinen Aktienbestand um 13% auf inzwischen 8,52 Millionen Aktien. Der US-Konzern Dynavax gehört zu den Unternehmen, die sich im Rennen um einen Impfstoff für COVID-19 befinden. Bislang sind die Gesamtumsätze der Firma mit 35,22 Millionen Dollar in 2019 noch sehr überschaubar. Zudem verharrt das Unternehmen im zurückliegenden Geschäftsjahr mit 152 Millionen Dollar tief in der Verlustzone.

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Berkshire Hathaway – die teuerste Aktie der WeltWarren Buffett investiert mit Berkshire Hathaway nur in Top-Unternehmen. Die B-Aktien sind auch für Privatanleger interessant. › mehr lesen


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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