Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Erster Aktienkauf eines Firmeninsiders bei Fahrdienstvermittler Uber Technologies seit mehr als sechs Monaten. Startquartal noch mit Umsatzwachstum, aber milliardenschweren Verlusten. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Cigna:

Bei dem US-amerikanischen Versicherungskonzern kam es nach dem jüngsten Kursrücksetzer zu einem signifikanten Aktienkauf. Beim Kurs von 187,37 Dollar erwarb der Direktor Eric Foss 5.460 Aktien, was einem Transaktionsvolumen von 1,02 Millionen Dollar entspricht. Seinen Aktienbestand hat Foss damit um 20% ausgebaut und hält nach den Trades insgesamt 31.642 Aktien.

Cigna ist ein US-Versicherungskonzern, der sich mittlerweile vor allem auf Krankenversicherungen verschiedener Art insbesondere mit Firmenkunden sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen spezialisiert hat. Das ursprünglich in verschiedenen Versicherungssparten aktive Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Bloomfield, Connecticut und ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.

Mit seinen Zahlen im ersten Quartal konnte der Konzern die Analystenerwartungen übertreffen. Insgesamt gingen Umsätze in Höhe von 38,39 Milliarden Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich erzielte Cigna einen Gewinn von 4,69 Dollar je Aktie, während die Analysten nur von 4,34 Dollar je Anteilschein ausgegangen waren.

Uber Technologies:

Nachdem es monatelang nur Verkäufe in der Uber-Aktie gab, zeigt sich mit Robert Eckert ein Direktor zuversichtlich und tätigt seinen ersten Aktienkauf überhaupt. Insgesamt sammelte Eckert 15.740 Aktien bei einem Kurs von 31,60 Dollar ein. Für die Aktienkäufe musste der Firmeninsider entsprechend 497.400 Dollar auf den Tisch legen.

Uber ist ein US-amerikanisches Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in San Francisco. Es bietet in vielen Städten der Welt Online-Vermittlungsdienste zur Personenbeförderung an. Die Dienste UberX und UberBlack vermitteln Fahrgäste an Mietwagen mit Fahrer, UberPop vermittelt sie an private Fahrer mit eigenem Auto. UberTaxi vermittelt reguläre Taxis. Die Vermittlung erfolgt über eine mobile App oder eine Website. Das Unternehmen erhebt dabei eine Provision von mehr als 25% des Fahrpreises. In der letzten Zeit kamen und kommen weitere Fahrdienstleistungen hinzu, beispielsweise die Essensauslieferung oder ein eigenes Fahrradverleihsystem.

Im ersten Quartal kletterte der Unternehmensumsatz noch um 14% auf 3,1 Milliarden Dollar (Vorquartal: +37%). Die Zahl der monatlichen Nutzer wuchs im Berichtsquartal um 11% auf 103 Millionen. Unter dem Strich verharrte der Konzern aber mit einem Verlust von 2,94 Milliarden Dollar tief in der Verlustzone.

Cannae Holdings:

Bei der Investmentfirma Cannae Holdings griffen gleich mehrere Firmeninsider zu und sammelten größere Aktienpakete ein. Im Rahmen einer Aktienplatzierung zu 37,50 Dollar kauften sechs verschiedene Insider 248.334 Aktien. Damit lag das Gesamtvolumen der Zukäufe bei über 9,3 Millionen Dollar.

Cannae Holdings ist eine bedeutende Investmentfirma. Die Firma investiert hauptsächlich in Restaurants, technologiegestützte Gesundheitsdienste, Finanzdienstleistungen und mehr. Sie hält sowohl Minderheits- als auch Mehrheitsbeteiligungen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr lagen die Umsatzerlöse bei 1,07 Milliarden. Gleichzeitig erzielte die Firma einen Nettogewinn von 77,3 Millionen Dollar, was einer Gewinnspanne von 7,22% entspricht.

Wall Street – shutterstock_267083465 Matej Kastelic

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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