Juni 2020: Auf diese Aktien setzt Corvex Capital

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Die 3 Top-Position von Corvex Capital: Renommierter Hedgefonds setzt ein Fünftel seiner Gelder auf den Casino-Riesen MGM Resorts International, der von der Corona-Pandemie stark gebeutelt wurde (Foto: Peter Beens)

Hinter Corvex Capital steht der Elite-Investor Keith Meister, einer der ehemaligen engsten Mitarbeiter des bekannten US-Finanzinvestors Carl Icahn. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt. Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

Die Investmentlegende Carl Icahn war von Meister offenbar so begeistert, dass er seinen neuen Fonds mit 250 Millionen Dollar Startkapital unterstützte. Mittlerweile verwaltet Corvex Capital über 1,3 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Zur Zeit fährt Meister ein Portfolio mit 29 Aktien.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Keith Master lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Corvex Capital:

MGM Resorts International:

Die mit Abstand größte Position des Hedgefondsmanagers ist der Unterhaltungsgigant MGM Resorts International. Insgesamt hält Meister Aktien im Gegenwert von 265 Millionen Dollar. Das entspricht 20,48% seines Gesamtportfolios. Im Vergleich zum Vorquartal hat Meister die Position nochmals leicht ausgebaut (+7,16%).

MGM Resorts International besitzt und betreibt über seine Tochtergesellschaften integrierte Casino-, Hotel- und Unterhaltungsresorts in den Vereinigten Staaten und China. Das Unternehmen betreibt 14 Resorts in den Vereinigten Staaten und MGM Macau Resort und Casino in China und entwickelt ein integriertes Casino, Hotel und Unterhaltungsresort am Cotai Strip, Macau.

Im ersten Quartal hatte der Casinobetreiber mit starkem Gegenwind durch die Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Umsätze sackten um 29% auf 2,25 Milliarden Dollar in den Keller.

Alibaba:

Die zweitgrößte Aktien-Position im Portfolio von Corvex Capital ist die Aktie von Alibaba. Die aktuelle Gewichtung liegt bei 17,3% der gesamten Anlagesumme. Damit hält Corvex 0,04% aller ausstehenden Firmenanteile. Zuletzt hat der Manager die Position unverändert gelassen. Aktuell sind gut 225 Millionen Dollar der Kundengelder in dem Unternehmen investiert.

Die chinesische Alibaba Group betreibt eine der weltweit größten Online-Handelsplattformen und ist der mit Abstand größte Player im E-Commerce-Bereich in China. Alibaba behauptet derzeit 55,9 % des chinesischen E-Commerce-Marktes, wie eMarketer herausgefunden hat. Der nächste Konkurrent, JD.com, kommt auf einen Anteil von 16,7 %. Alibaba hat diesen Vorsprung dank seiner vier großen Marktplätze: der Consumer-to-Consumer-Plattform Taobao, der Business-to-Consumer-Plattform Tmall, der Business-to-Business-Plattform Alibaba.com und der Plattform für das Ausland AliExpress. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Chinas Onlinehandel-Riese erstmals mehr als eine Billion Dollar beim Bruttowarenvolumen erzielt.

Im abgelaufenen Quartal von Januar bis Ende März konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22% auf 16,14 Milliarden Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn lag unterdessen bei 447 Millionen Dollar deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau (-88%).

Zendesk:

Die drittgrößte Position im Portfolio von Meister ist die Aktie von Zendesk. Insgesamt stecken 96 Millionen Dollar der Anlegergelder beziehungsweise 7,48% des Gesamtportfolios in dem Unternehmen. Insgesamt hält Meister 1,32% aller ausstehenden Aktien der Gesellschaft.

Bei Zendesk handelt es sich um ein Softwarehaus, dass sogenannte Helpdesk-Lösungen (Ticketing Systeme) bereitstellt. Dabei handelt es sich um Software, die Unternehmen dabei hilft, Kundenanfragen effektiver zu verwalten. Wann immer eine Anfrage im Unternehmen eingeht – sei es per E-Mail, Telefon, Chat oder Social Media – wird ein Ticket eröffnet. Damit lässt sich die Interaktion mit dem Kunden effektiver abwickeln und zurückverfolgen. Auch können Unternehmen damit die Kundenzufriedenheit messen.

In den letzten Jahren ging es bei dem US-Konzern ordentlich vorwärts. Seit 2012 vervielfachten sich die Umsätze von 38,2 auf 816,2 Millionen Dollar im zurückliegenden Geschäftsjahr. Allerdings verharrt das Unternehmen weiterhin tief in der Verlustzone (2019: -169,7 Millionen Dollar).

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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