Kommune Nummer 43 in den USA hat Bankrott angemeldet – die Warnung

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Dollar-Schwäche, Gold-Stärke - mehr Rendite mit Edelmetallwährung (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Die Euro-Krise hat bei uns in der Eurozone etwas den Blick auf die USA verstellt.

Auch dort tobt eine mächtige Finanz- und Wirtschaftskrise, wie diese Daten zeigen.

Die USA melden für die 43. Kommune einen Bankrott, das heißt: die Kommune kann nicht mehr zahlen, noch nicht einmal die staatlichen Angestellten, die Feuerwehr, im Zweifel keine Schulen, keine Kindergärten – und am schlimmsten: keine Infrastruktur. Das aber bedeutet für die Vereinigten Staaten: die Selbstheilungskräfte des Landes schwinden zusehends.

Bei mehr als 15 Billionen US-Dollar Staatsschulden ist die Situation an sich bereits trübe für das große nordamerikanische Land. Aber schlimmer noch ist inzwischen, dass auch ausländische Geldgeber – wie hier für Kommunen – abspringen und nicht mehr wie noch vor Jahren krisenbehaftete Anleihen kaufen. Die Kommunalanleihen sind faktisch eine Renditefalle.

Kommunalanleihen: der große Irrtum

Die Kommunalanleihen waren faktisch ein großer Irrtum, den sich beispielsweise gerüchteweise auch Warren Buffett angetan hat. Denn die Verzinsung vieler dieser Zinspapiere schien nicht schlecht, aber viele dieser Schuldpapiere sind in den vergangenen Monaten schlicht nicht bedient worden.

So hat jetzt auch die US-Kommunie Stockton Bankrott angemeldet. Die Kommune hat keine Mittel mehr, um sich Geld zu leihen und ist damit in einer Kette von Kommunen die Nummer 43.

  • Die Pleite ist an sich ein schlechtes Zeichen für die Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft. Je mehr Kommunen bankrott anmelden müssen, desto eindeutiger die Konkursanfälligkeit der gesamten Wirtschaft. Denn die USA müssen dann als Gesamtstaat haften.
  • Schließlich fällt es dem Gesamtstaat damit auch schwerer, von großen ausländischen Gläubigern wie institutionellen Investoren, also Fonds oder sogar Versicherungen, noch Geld aufzunehmen. Dies geht über mehr Zinsen und damit eine höhere Gesamtverschuldung des Staates.
  • Dies wird letztlich den Dollar weiter in die Krise stürzen, da die Vertrauenswürdigkeit sinkt. Spätestens, wenn die nächsten größeren US-Banken, die schon als Gläubiger für die Kommunen aufgetreten sind, ihre Türen schließen, wird der Dollar erneut wanken.
  • Die niedrigen Zinsen in den USA auf Negativ-Rekordniveau tun ihr übrigens. Für langfristig orientierte Investoren ergibt sich damit letztlich zumindet eine besondere Konsequenz:
  • Investieren Sie nicht allzuviel Kapital in den USA oder auf Dollar-Basis. Wer gegen den Dollar wetten möchte, kann zum Beispiel Call-Optionsscheine auf den Rohölpreis erwerben. Mit schwächerem Dollar wird Rohöl langfristig automatisch steigen.

GeVestor meint: Hauptsächlich aber geht es dabei darum, das Risiko zu minimieren, indem Sie Optionsscheine mit einer Laufzeit von zumindest einem bis 1,5 Jahren erwerben. Die Renditechancen liegen weit höher als etwa Standardaktien aus den USA. Ausnahme: Wer langfristig investiert, wird  mit der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway gut fahren.

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Berkshire Hathaway – die teuerste Aktie der WeltWarren Buffett investiert mit Berkshire Hathaway nur in Top-Unternehmen. Die B-Aktien sind auch für Privatanleger interessant. › mehr lesen


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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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