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Konjunkturelle Grundtendenz bleibt schwach

Konjunkturelle Grundtendenz bleibt schwach
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Normalerweise sind die Aussagen der Verantwortlichen der Deutschen Bundesbank ja immer mit einem gewissem grundsätzlichem Optimismus versehen. Im jüngsten Monatsbericht schlugen die Ökonomen aber überraschenderweise überwiegend Moll-Töne an. Es ist von einer schwachen konjunkturellen Grundtendenz im Frühjahr in deutschen Landen die Rede.

Hauptgrund hierfür war, dass sich der Abschwung in der überwiegend exportorientierten Industrie weiter fortsetzte. Darüber hinaus kommen die Ökonomen der Bundesbank zur Erkenntnis, dass eine Erholung des Exportgeschäfts und der Industrie noch nicht zu erkennen ist.

Dünnes Auftragspolster

Momentan spricht wenig dafür, dass so schnell eine dauerhafte Wende einsetzt. Reuters meldete jüngst, dass sich die Auftragslage der deutschen Industrie weiter verschlechtert habe. Wegen der schwachen Nachfrage aus dem In- und Ausland sei nun das Auftragspolster der deutschen Industriebetriebe bereits den sechsten Monat in Folge gesunken. An der Stelle möchte man fast anmerken, dass die Auftragsbestände wie Eis in der aktuellen Gluthitze des Sommers 2019 dahinschmelzen. Bitter, aber wahr.

Tatsache ist aber, dass dem Statistischen Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden zufolge der Auftragsbestand im Mai preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat rückläufig war. Dabei fielen die nicht erledigten Aufträge aus dem Inland um 0,3 Prozent, die aus dem Ausland um 0,4 Prozent. Als Bestand wird die Summe der Auftragseingänge eines Monats gewertet, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.

Auffällig war einmal mehr die Schwäche in der Chemie und im Maschinenbau. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern wie Chemikalien gab es einen Rückgang von 0,6 Prozent, bei den Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen von 0,3 Prozent. Wenigstens blieb die Reichweite des Auftragsbestands im Mai stabil. Sie lag unverändert bei 5,7 Monaten. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Bestellungen theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten.

Ja, liebe Leser, die deutsche Industrie ist und bleibt das Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. Magere Zeiten, magere Jahre stehen bevor. Es wäre ein Wunder, wenn die Beschäftigung weiter auf einem derart hohen Niveau wie aktuell gehalten werden kann. Der Herbst steht bevor. Und es dürfte wahrlich ein heißer Herbst mit vielen schlechten Nachrichten aus den Unternehmen werden. Wir sollten uns jetzt schon darauf gefasst machen. Und wir sollten unsere Vermögen endlich krisenfest aufstellen. Die Zeit dazu wird immer knapper….