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Luxus als sicheres Investment

Inhaltsverzeichnis

Die Welt wird immer reicher. Natürlich steigt das weltweite Pro-Kopf-Einkommen, was insbesondere gegen Armut und Hunger hilft, doch auch bei den oberen 10.000 klingeln die Kassen. Millionäre werden zu Milliardären, Super-Reiche setzen noch eins drauf und sammeln Milliarde um Milliarde. Luxusgüter sind angesichts dieser Gemengelage ein echtes Wachstumsfeld.

Auch wenn es für Milliardäre nicht auf die Nachkommastellen ankommt und viele der wirklich Reichen längst andere Dinge für wichtig erachten, als das Zählen des Geldes befeuert doch insbesondere der Aufstieg der Mittelschichten die Luxusbranche. Gerade Asiaten verdienen immer mehr und zeigen den Wohlstand gerne her. Hier kommen Unternehmen wie LVMH ins Spiel.

Wachstum ohne Einbußen bei der Marge

Die LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moét Hennessy), weltgrößter Luxusgüter-Konzern, produziert und vertreibt Weine & Spirituosen (Hennessy, Pommery), Mode- & Lederwaren (Louis Vuitton, Kenzo, Givenchy), Parfüms & Kosmetika (Dior, Guerlain), Schmuck & Uhren (TAG Heuer, Bulgari). Über ausgesuchte Boutiquen, Shops und Einzelhandelsketten (Sephora, Le Bon Marche) werden weitere Haute-Couture-Artikel angeboten.

Von den weltweiten geopolitischen Spannungen zeigt sich LVMH unbeeindruckt und bleibt auf Rekordkurs. Dabei profitiert der Konzern davon, geographisch breit aufgestellt zu sein. Dank eines Umsatzplus von 15,3% konnte im 1. Halbjahr erstmals die 25-Mrd-€-Marke geknackt werden. Da das Wachstumstempo im 3. Quartal (+17%) hochgehalten wurde, dürfte LVMH 2019 erstmals die 50-Mrd-€-Umsatzschwelle überschreiten.

Die operative Marge konnte mit 21,1% nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, sodass sich das operative Ergebnis um 14% erhöhte. Wachstumstreiber war einmal mehr der Bereich Fashion/Lederwaren (+18%). Die Exklusivmarken Louis Vuitton sowie Christian Dior standen in der Käufergunst ungehalten hoch im Kurs. Wichtig: Das Wachstum geht nicht zu Lasten der Marge, die in diesem Segment mit mehr als 30% auf einem beeindruckenden Niveau verharrt.

Warum bei LVMH Abwarten Trumpf ist

Das hohe Umsatzwachstum unterstreicht die Tatsache, dass Lederwaren auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten weniger volatil als andere Luxuskategorien sind. Die anderen Geschäftsbereiche wiesen Umsatzzuwächse von 4 bis 9% aus. Künftig wird der Edel-Juwelier Tiffany das Markenportfolio schmücken. Für 16,2 Mrd $ wird das US-Unternehmen übernommen.

Durch die Übernahme wird die Präsenz in den USA gestärkt. Der Umsatz im Bereich Uhren/ Schmuckwaren verdoppelt sich, und LVMH verringert den Abstand zur Nr. 1 in dieser Kategorie, Richemont, deutlich. Das KGV ist historisch hoch. Angesichts dieser Bewertung würden wir zunächst Rücksetzer abwarten. Ansonsten ist Aktie aber ein klarer Fall für Ihre Watchlist!