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Maschinen- und Anlagenbau trotzt schlechter Marktstimmung

Inhaltsverzeichnis

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer zeigten sich zuletzt trotz schlechter Marktstimmung robust und haben kurz vor Weihnachten einmal mehr die Prognose für 2018 (die Zahlen liegen noch nicht vor) bestätigt.

Das von uns für 2018 prognostizierte Produktionswachstum von 5% auf den Rekordwert von 228 Mrd. Euro ist ehrgeizig, aber realistisch, so Carl Martin Welcker, Präsident der Maschinenbaulobby VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Im laufenden Jahr 2019 soll das Produktionswachstum um weitere 2% zulegen.

Von Krise also keine Spur bei den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern. Dennoch sind die Aktien dieser Unternehmen in den zurückliegenden Monaten teils mehr als deutlich unter Druck geraten. Kursabschläge von über 30% waren keine Seltenheit. Aus meiner Sicht bietet sich dadurch in vielen Fällen eine günstige Einstiegsgelegenheit. Meine Branchenfavoriten finden Sie in meinen Börsendiensten.

Stimmung besser als in anderen Exportbranchen

Mit ihrem ungebrochenen Optimismus heben sich die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer von anderen exportorientierten Branchen ab. Beispielsweise in der Auto- und Chemiebranche waren zuletzt immer mehr Molltöne zu hören.

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Auto- und die Chemiebranche auch Probleme hatten (WLTP, Niedrigwasser etc.), die nicht viel mit einer sich vermeintlich abschwächenden Welt- oder zumindest Branchenkonjunktur zu tun haben und damit nicht nachhaltig sind.

VDMA-Präsident Welcker: Die Maschinenbauer haben keine Angst vor der Zukunft und wollen weiter investieren. Zudem stellte Welcker ebenfalls in Frage, ob die Abkühlung in der Automobil- und der Chemiebranche überhaupt nachhaltig sei.

Auftragslage weiterhin stabil

Auch die Auftragslage bleibt stabil: Im November 2018 (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor) lagen die Bestellungen in den Büchern der Maschinenbauer aus Deutschland laut Branchenverband VDMA auf dem starken Niveau des Vorjahres. Dabei stand einem leichten Zuwachs der ausländischen Orders ein leichter Rückgang der Inlandsaufträge gegenüber.

Es fällt den Unternehmen offenbar zunehmend schwerer, die bereits recht hohen Vorjahreswerte im Auftragseingang noch zu toppen, so VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Dass die Auftragseingänge nicht weiter zunahmen, liegt aber auch daran, dass laut VDMA 27% der Maschinenbauer unter einem Mangel an Fachkräften leiden und dass in 28% der Branchenunternehmen die Produktion aufgrund von Materialknappheit behindert wird.

Insofern kann also von einem Abschwung durch eine große Nachfrageschwäche auch hier keine Rede sein. Wie eingangs schon berichtet, haben die Kurse zahlreicher deutscher Maschinen- und Anlagenbauer in den vergangenen Monaten dennoch deutlich nachgegeben.

Ohne jeden Zweifel gibt es Risiken und sehr wahrscheinlich wird die globale Konjunktur etwas abkühlen. Doch die Kursrückgänge sind in vielen Fällen viel zu deutlich ausgefallen. Meine Empfehlung: Nutzen Sie die sich Ihnen bietenden günstigen Einstiegsgelegenheiten zum Einstieg oder Nachkauf, wenn Sie weitere, temporäre Kursrückgänge aushalten können und etwas Zeit mitbringen.