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Maßnahmen der US-Notenbank treiben Goldpreis an

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Die Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen weiter. Jetzt gibt es aber einen klaren Gewinner: Gold hat seit Montagvormittag rund 7 % zugelegt. Der Preis für die Feinunze sackte zu Beginn des Handels gestern auf 1.488 USD ab. Zum Handelsschluss stand die Unze dann 100 USD höher bei 1.588 USD.

Wie so oft ging es auch beim Silber klar nach oben. Dazu müssen Sie wissen, dass die Schwankungen beim Silber oft sehr viel größer sind als beim Gold. Genau das war auch gestern wieder erkennbar mit einem Zuwachs von 12 % beim Silberpreis auf dann wieder 14 USD pro Unze.

Dabei erhielt der Goldpreis gleich von zwei Seiten Hilfe. So haben einige große Goldminen ihre Prognosen für die 2020er Produktion zurückgenommen. Beispielsweise Newmont oder Osisko Gold Royalties haben wegen einiger Schließungen bei Minen jetzt die eigenen Prognosen zurückgenommen. Noch ist nicht klar, wie stark der Produktionsausfall wirklich im laufenden Jahr sein wird.

Doch eines ist schon absehbar: Auf Jahressicht wird wohl die weltweite Produktion beim Gold in den Minen geringer ausfallen als bislang angenommen. Und ein eingeschränktes Angebot beim Gold dürfte den Preis auf jeden Fall stützen.

Auch bei anderen Unternehmen gibt es solche Meldungen. So hat Pan American Silver schon in der vergangenen Woche die kurzzeitige Schließung von vier Minen in Peru angekündigt. Gleichzeitig wird nun auch noch die Aktivität in Minen in Argentinien und Bolivien zurückgefahren. Auch hier ist die Ausbreitung der Corona-Epidemie der Grund.

Goldproduktion wird erst einmal eingeschränkt – das ist auch gut für den Preis

Doch wir müssen gar nicht so weit schauen. So tauchten gestern Meldungen auf, dass drei der größten Goldraffinerien in der Schweiz am Montag auch ihre Aktivitäten für mindestens eine Woche eingestellt haben. Das liegt an den Vorgaben der lokalen Aufsichtsbehörden. Die haben die Schließung von nicht wirklich notwendigen Industriezweigen angeordnet, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Zusätzlich hat natürlich die Ankündigung der US-Notenbank zum massiven Aufkaufen von Anleihen den Goldpreis gestützt. Jetzt ist es tatsächlich wieder so, dass Gold als Krisenwährung angesehen wird und viele Investoren neu in das Edelmetall einsteigen. Insofern stehen die Chancen gut, dass zunächst einmal der Sprung über die 1.600 USD Marke pro Unze gelingen wird.

Doch sollten die Turbulenzen am Finanzmarkt weiter anhalten, sind auch noch deutlich höhere Preise möglich. Vielleicht ist genau jetzt der Zeitpunkt, wo die Ausverkaufsstimmung bei den Edelmetallen vorbei ist und wir schon bald wieder deutlich höhere Preise beim Gold aber auch bei den anderen Edelmetallen sehen werden. Sie können sicher sein, dass ich genau das hier genau beobachten werde und ihn immer die aktuellen Entwicklungen an dieser Stelle präsentiere.