Mega-Fusion zwischen Columbia State Bank und Umpqua-Bank

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In den USA rollt eine Übernahmewelle über den Bankensektor. So gab die Columbia State Bank bekannt, dass sie die in Oregon beheimatete Umpqua-Bank übernehmen werde. Nur wenige Tage zuvor hatte Columbia die kalifornische Merchants Bank of Commerce geschluckt. (Foto: andersphoto / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen über einen Mega-Deal aus dem US-Bankwesen berichten. So gaben die Holdinggesellschaften der an der US-Westküste beheimateten Regionalbanken Columbia State Bank und der Umpqua Bank in der vergangenen Woche bekannt, dass sie ihre Banken zusammenschließen wollen.

Nach Abschluss der Transaktion wird das Fusionsunternehmen die zweitgrößte Regionalbank mit Hauptsitz an der Westküste der USA sein. Landesweit wird das Gemeinschaftsunternehmen die 27. größte Bank der USA mit einem Vermögen von mehr als 50 Mrd. US-Dollar (USD) sein. Das neue Unternehmen wird mehr als 300 Standorte in den Staaten Washington, Oregon, Idaho, Kalifornien und Nevada betreiben.

Ungewöhnlich bei diesem Deal ist, dass hier die kleinere Bank, die Columbia State Bank, den größeren Partner, die Umpqua Bank, schluckt. Auf der anderen Seite jedoch auch nicht, denn die Columbia State Bank legt gerade eine Übernahmerallye hin. Dazu später mehr.

Colorado State Bank zahlt 5,1 Mrd. USD

Die Transaktion wird im Rahmen eines Aktientauschs durchgeführt, bei dem sich das Gesamtvolumen auf stolze 5,1 Mrd. USD beläuft. Konkret bietet die Columbia-Bank-Holding den Umpqua-Aktionären 0,5958 Anteile ihrer Aktien für jede Umpqua-Aktie an.

Nach Abschluss der Transaktion werden die Umpqua-Aktionäre rund 62% und die Columbia-Aktionäre rund 38% des fusionierten Unternehmens besitzen. Übrigens: Der etwas seltsame klingende Name der in Portland/Oregon beheimateten Umpqua-Bank leitet sich von den einst in Oregon ansässigen Umpqua-Indianern ab.

Deutliche Zunahme der Bankenfusionen

Laut Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens Dealogic sind zwischen Januar und September 2021 im Bankensektor Übernahmetransaktionen mit einem Volumen von 54 Mrd. USD verzeichnet worden. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte es im Bankensektor Übernahmen mit einem Gesamtvolumen von nur 17 Mrd. USD gegeben.

Zu dem Anstieg der M&A-Aktivitäten im Finanzsektor hat auch die Columbia State Bank beigetragen. Anfang Oktober 2021 gab die Holding der Columbia-Bank bekannt, dass das Unternehmen die Übernahme der in Sacramento/Kalifornien beheimateten Merchants Bank of Commerce abgeschlossen hat. Den Deal hat sich die Columbia Bank 256 Mio. USD kosten lassen.

Columbia will Marktposition stärken

Durch die Übernahme der Umpqua-Bank will die Columbia Bank ihre Marktposition an der Westküste weiter ausbauen und von Skalen-(Größen-)Vorteilen profitieren. Dies betont auch Clint Stein, Präsident und CEO der Columbia-Bank, in einem Statement zur Übernahme: „Die Expansion ist eine natürliche Fortsetzung unserer bestehenden Präsenz und stärkt die Position von Columbia als führende Regionalbank.“

Anleger reagieren skeptisch

Nach Bekanntgabe des Deals am vergangenen Dienstag reagierten die Börsen mit deutlichen Kursabschlägen für beide Fusionspartner. So stürzte der Kurs der Columbia-Papiere an der US-Technologiebörse NASDAQ um 14% auf 33,68 USD ab.

Aber auch der Kurs der Umpqua-Aktie kam nicht ungeschoren davon. Die Umpqua-Papiere verloren jedoch mit 4,7% deutlich weniger und gingen am 12.10.2021 mit 19,93 USD aus dem Handel.

Wie es weitergeht

Das fusionierte Unternehmen wird unter dem Namen der Columbia-Holdinggesellschaft Columbia Banking System Inc. firmieren. Der Hauptsitz des Fusionsunternehmens wird Tacoma/Washington sein.

Die Fusionspartner gehen davon aus, dass die Transaktion Mitte 2022 abgeschlossen werden wird. Zuvor müssen noch die üblichen Abschlussbedingungen erfüllt werden, darunter die Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Aktionäre. Bis zu diesem Zeitpunkt werden beide Banken weiterhin als eigenständige Unternehmen tätig sein.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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