Nachrangabrede: Es ist Vorsicht geboten

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Anleger, die auf höchste Sicherheit mehr Wert legen als auf maximale Rendite, sollten Sparbriefen mit Nachrangabrede aus dem Weg gehen. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Nachrangabrede – ein Wort, das man durchaus dreifach lesen muss, bis sich sein Sinn erschließt, obwohl sich seine Bedeutung aus Kundensicht sofort erschließen sollte. Denn die mehrmalige Lektüre von Kleingedrucktem, in dem sich dieses Wort verbirgt, ist definitiv empfehlenswert, da Sparbriefe mit Nachrangabrede nicht der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen:

Nachrangabrede: Sparbriefe ohne gesetzliche Einlagensicherung

Auch in dieser sturmumtosten Zeit, in der die Finanzkrise wütet, sind Sparbriefe weiterhin ein Fels in der Brandung. Doch auch dieser Fels könnte bröckeln, wenn es sich um einen Sparbrief mit Nachrangabrede handelt:

Dabei handelt es sich um Sparbriefe, die nicht der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen. Falls die Bank aus finanziellen Gründen die Segel streichen muss, könnte auch die angelegte Summe verloren sein.

Nachrangabrede: Risiko im Kleingedruckten

Auf dieses Risiko wird allerdings häufig nur im Kleingedruckten hingewiesen, sodass auch bei den als sehr sichere Anlageform bekannten Sparbriefen ein Blick in die genauen Formalitäten vor Verlusten schützt.

Die Sparkasse Niederlausitz verkauft beispielsweise den Sparkassenkapitalbrief, in dessen Vertragsbedingungen folgender Satz zu finden ist:

“Das auf den Sparkassenkapitalbrief eingezahlte Kapital wird im Fall des Konkurses oder der Liquidation der Sparkasse erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückerstattet; der Sparkassenkapitalbrief ist für beide Vertragsparteien während der Laufzeit – vorbehaltlich Ziffer 8 – unkündbar.”

Wer Sicherheit will, sollte von Nachrangabrede die Finger lassen

Anleger, die auf höchste Sicherheit mehr Wert legen als auf maximale Rendite, sollten Sparbriefen mit Nachrangabrede aus dem Weg gehen:

Zwar liegen die Zinsen häufig einige Zehntel-Prozente höher als bei regulären Sparbriefen, doch der fehlende Schutz durch die gesetzliche Einlagensicherung dürfte sicherheitsorientierten Anlegern mehr Bedenken bereiten als die minimal höhere Rendite.

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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