+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Novo Nordisk kennt keine Krise

Inhaltsverzeichnis

Zu den Pharma-Unternehmen mit dem größten Knowhow in der Diabetesbehandlung gehört der dänische Konzern Novo Nordisk.

Seit Jahren hilft das Unternehmen in Sachen Zuckerkrankheit und trumpft mit einem Weltmarktanteil von 50% auf. Sogar in den Krisen der Jahre 2008 und 2011 legten Umsatz und Gewinn ordentlich zu. Es gibt nur wenige Aktien, die sich so krisenfest zeigten.

12% Wachstum im Diabetesmarkt

Der Weltmarkt für Insulinprodukte legt nicht nur aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung zu. Auch eine höhere Lebenserwartung, der steigende Wohlstand und die damit veränderten Essgewohnheiten fordern ihren Tribut. Starkes Übergewicht und in der Folge oft Diabetes Typ 2 sind der Preis für falsche Ernährung und ungesunde Lebensweise. Daran leiden 90% der Betroffenen.

Nicht nur, dass es immer mehr Erkrankte werden, auch das Ausbreitungstempo nimmt rasant zu. Allein der Diabetesmarkt, so schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), wächst derzeit mit 12% jährlich.

Aktuell leiden über 360 Mio. Menschen an Diabetes. Jedes Jahr sterben rund 4,6 Mio. Erkrankte an den Folgen. Diese Entwicklung belastet vor allem die weltweiten Gesundheitssysteme. Betrugen die staatlichen und privaten Ausgaben im letzten Jahr noch 470 Mrd $, rechnet die International Diabetes Federation (IDF) bis 2030 mit mehr als 600 Mrd. $.

Volle Pipeline

Novo Nordisk ist gerüstet, um die riesige Nachfrage nach Medikamenten und Geräten zu befriedigen und verfügt über die stärkste Produktpipeline in Sachen Diabetes.

Mit den Medikamenten Tresiba und Ryzodeg ging Novo Nordisk im September 2012 in den Markt, während die Mitbewerber wie Eli Lilly, GlaxoSmithKline oder Johnson und Johnson mit ihren Produkten noch keine Marktreife erreicht haben. Dieser Vorsprung sollte sich beim Zugewinn von Marktanteilen auszahlen.

Allein Tresiba könnte bis 2018 bis zu 2 Mrd. $ jährlich in die Kassen spülen. Momentan liegt der Marktanteil bei 25% für Diabetesmedikamente, aber er könnte dank der neuen Blockbuster 2018 schon ein Drittel betragen.

Wieder Rekorde

Novo Nordisk ist einfach nicht zu stoppen. So kletterten die Einnahmen im 1. Halbjahr um 11% auf 41,37 Mrd. dkr und das operative Ergebnis um 15% auf 16,15 Mrd. dkr. Beim Nettogewinn steht sogar ein Plus von 27% auf 12,72 Mrd. dkr.

Beide Sparten und nahezu alle Regionen haben zum Wachstum beigetragen. Besonders gut liefen die Geschäfte in Nordamerika und im internationalen Geschäft mit Zuwächsen von 20 und 12%.

Aber auch die Franchise-Einnahmen in China verzeichneten mit 8% einen soliden Zuwachs. Diabetes-Produkte wuchsen um 12% auf 32,4 Mrd. dkr und Biopharmazeutika um 7% auf 8,9 Mrd. dkr.

Kleiner Rückschlag

Allerdings kam es im Februar zu einem leichten Rückschlag. Ursächlich war eine Ablehnung der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für die neuen Medikamente Tresiba und Ryzodeg. Die möglichen Nebenwirkungen waren offenbar zu gefährlich und die Zulassung wurde folgerichtig verweigert.

Dies kam völlig unerwartet und die Anleger verkauften ihre Anteile. Die Studienergebnisse kann Novo Nordisk im laufenden Jahr nicht mehr liefern. In einigen Ländern ist Tresiba bereits auf dem Markt. Die US-Zulassung erwarten wir 2014.

Fazit: Novo Nordisk lohnt sich weiterhin

Die Hälfte des Kursverlustes wurde schnell wieder aufgeholt, und bisher hat Novo Nordisk jeden Rückschlag dieser Art weggesteckt. Im Gesamtjahr 2013 sollen der Umsatz um gut 8% und der Gewinn je Aktie um rund 15% zulegen.