+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

OPEC-Austritt: Katar ab 2019 nicht mehr beim Kartell dabei

Inhaltsverzeichnis

Der Ölmarkt kommt nicht zur Ruhe. Nach dem rasanten Absturz mit dem kurzzeitigen Unterschreiten der 50-Dollar-Marke pro Barrel ging es zuletzt wieder klar nach oben. Zu Beginn der neuen Woche setzt sich der Aufwärtstrend fort mit deutlichen Zuwächsen von mehr als 3% – sowohl bei der US-Sorte WTI als auch bei der Nordseesorte Brent.

Aber eine Meldung sorgt direkt zu Beginn der neuen Woche für weitere Aufregung am Ölmarkt. So hat Katar den Abschied aus der OPEC angekündigt. Die Organisation der erdölexportierenden Länder hatte in den vergangenen Jahren immer weiter an Einfluss verloren. Wenn jetzt Katar das Kartell verlässt ist auch der elftgrößte Ölproduzent der Welt nicht mehr mit dabei.

Katar begründet den Schritt mit der Fokussierung auf die Gasproduktion. Tatsächlich ist das Land schon heute die weltweite Nummer eins bei Flüssiggas. Schon heute kommt rund 30% der weltweiten Produktionsmenge aus Katar. Und dieser Anteil soll noch weiter steigen. Die jährliche Produktionsmenge will das Land bis spätestens 2024 von aktuell 77 Mio. Tonnen auf dann 110 Mio. Tonnen erhöhen.

OPEC wird ab 2019 an Einfluss verlieren

Fakt ist: Ab 2019 wird so der Einfluss der OPEC auf den Weltmarkt für Öl weiter zurückgehen. In der Vergangenheit war die OPEC der wichtigste Player auf dem Ölmarkt. Doch das deutliche Wachstum der US-Ölproduktion in den vergangenen Jahren hat die Machtposition schon geschwächt. Hier hat die Ausbeutung der unkonventionellen Ölvorkommen einen wichtigen Beitrag geleistet. Zwischenzeitlich waren die USA so der größte Ölproduzent der Welt – noch vor Saudi-Arabien.

Dieser Trend wird nicht nachhaltig sein, denn das Potenzial der US-Ölquellen ist doch klar begrenzt. Aber immerhin hat es den Ölmarkt in den vergangenen Jahren doch massiv beeinflusst.

Bei den starken Schwankungen zuletzt lohnt sich auch der Blick auf die aktuelle Entwicklung bei den großen Aktien aus dem Sektor. Beispiel Exxon Mobil: In nur einer Woche hat die Aktie jetzt um knapp 8% zugelegt – also sogar noch stärker als der Ölpreis selbst.

Und auch in Europa haben Ölkonzerne wie Shell deutliche Kurszuwächse geschafft. Mit rund 5% fielen die jedoch etwas schwächer aus. Sie sehen hier aber deutlich, wie stark doch die Ölaktien am Preis hängen. Das bietet immer wieder Chancen auch bei den global agierenden Ölkonzernen. Sehr viel stärkere Ausschläge zeigen dann natürlich kleinere Ölwerte – auch hier kann es sich lohnen einmal genauer hinzuschauen. Diesen Sektor werde ich Ihnen in einer weiteren Ausgabe näher vorstellen.