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Pfandbons: Auch nach Jahren noch einlösbar

Inhaltsverzeichnis

Es kann schon einmal vorkommen, dass der Einkaufswagen so voll ist, dass Sie darüber völlig vergessen, den Bon für zurückgebrachte Pfandflaschen einzulösen.

Und so bleibt manch ein Pfandbon womöglich über Wochen uneingelöst im Portemonnaie.

Aber darf ein Supermarkt ihn ablehnen, weil er angeblich zu alt ist?

Regelverjährungsfrist beträgt 3 Jahre

Die gute Nachricht lautet: Ihren Pfandbon ablehnen darf der Supermarkt so schnell nicht.

Denn Pfandbons unterliegen der regulären Verjährungsfrist laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB).

Und das bedeutet: Sie können sich mit der Einlösung jede Menge Zeit lassen. Oder genauer gesagt: Sie haben ab Ausstellung noch über 3 Jahre Zeit.

Die gesetzliche Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre (§ 195 BGB). Diese Frist beginnt aber erst mit Ablauf desjenigen Jahres zu laufen, in dem der Zahlungsanspruch entstanden ist (§ 199 Abs. 1 BGB). Wichtig ist also die Jahreszahl auf dem Bon.

Praktisches Beispiel: Wie Sie die Verjährung berechnen

Ein Beispiel aus der Praxis: Sie geben Pfandgut im Wert von 12 € zurück. Auf dem Pfandbon steht beispielsweise der 10. März 2015 als Datum.

Damit beginnt die Verjährungsfrist erst nach Ablauf des Jahres 2015 zu laufen, also am 1. Januar 2016. Da sie 3 Jahre beträgt, heißt das: Sie endet erst mit Ablauf des 31. Dezember 2018.

Fazit

Sollte ein Supermarkt-Angestellter Sie also wegschicken, weil Ihr Pfandbon schon etwas älter ist, können Sie ihm Paroli bieten.

Denn Sie wissen jetzt: Als Kunde haben Sie keinesfalls die Pflicht, Ihre Pfandbons sofort an der Kasse gegen Bares einzulösen.

Es genügt, wenn Sie sich an die Verjährungsfrist halten. Und die bestimmt nicht der Supermarkt, sondern das Bürgerliche Gesetzbuch.