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QE3 – Kommt es oder nicht? Die Anleger-Umfrage

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Das Anleihe-Kaufprogramm der US-Notenbank (QE2) läuft in wenigen Tagen aus.

An den Märkten wird gerätselt, ob es eine Verlängerung geben wird, eventuelle eine spätere Neuauflage, oder einen ganz neuen Dreh zur Geldschöpfung. Klar ist im Augenblick nur eins: Das Momentum der US-Konjunktur lässt kräftig nach und löst Sorgen aus.

Die Mehrheit sagt NEIN

Während über QE3 gerätselt wird, machen verschiedene Banken einfallsreich Schlagzeilen mit dem Mysterium. Sie publizieren die Ergebnisse von Umfragen an den Kapitalmärkten. Und die fallen ganz eindeutig aus.

Die UBS will herausgefunden haben, dass knapp unter 30% QE3 erwarten. Ganz ähnlich die Resultate bei der Bank of America. Sie berichtet, dass knapp über 60% der Finanzprofis keine Neuauflage der jetzt auslaufenden Geldflut erwarten.

Widerstände gegen Verlängerung

Tatsächlich gibt es gegen ein erneutes Kaufprogramm für Anleihen enorme Widerstände: Intern in der Fed, im Kongress, wo viele Inflation befürchten, und von Seiten der Handelspartner, die sich nicht beliebig lange anschauen wollen, wie die Administration in Washington den Dollar verbilligt, um die Exporte anzuheizen.

Vieles, vielleicht alles, wird davon abhängen, wie stark die Konjunktur an Schwung verliert. Darüber wird die Fed in der nächsten Woche Auskunft geben. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt auch die Wall Street.

Denn neben den beiden Aufgaben, die der Kongress der Fed gegeben hat – Preisstabilität und Vollbeschäftigung – hat Ben Bernanke heimlich, still und leise ein drittes eingeführt: Steigende Kurse an der Börse.