Riesige Renditen mit Rohstoffen?

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Rohstoffe sind ein sicheres Geschäft. Sie verlieren nie völlig ihren Wert und sind zudem endlich. Doch ganz so einfach ist es doch nicht. Da Rohstoffmärkte auf die Zukunft abzielen, schwanken die Preise teils erheblich. Das liegt daran, weil Prognosen sich immer ändern und Spekulanten die Kurse in Bewegung halten. Ob ein Unternehmen wie Glencore in diesem Umfeld gute Rendite einfahren kann? Wir haben den Wert für Sie analysiert!

Das Unternehmen geht aus dem Zusammenschluss des Rohstoffhändlers Glencore und dem Bergbauunternehmen Xstrata im Mai 2013 hervor und gehört zu den weltgrößten Rohstoffkonzernen. Die operative Tätigkeit ist in 3 Bereiche geteilt: Metals and Minerals beinhaltet Ausbeutung, Raffinerie und Lagerung von Kupfer, Nickel, Zink, Alu und Eisenerz; Energy Products beinhaltet Kohleminen und die Ölproduktion; im dritten Segment bündeln sich Agrarprodukte.

Kobalt als Wachstums-Booster?

Obwohl die Umsatzentwicklung mit einem Plus von 6,9% auf 219,8 Mrd $ überzeugte, hat Glencore die Ziele im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt verfehlt. Die Absatzkosten stiegen im Gleichschritt mit dem Umsatz an, Währungsverluste belasteten das Finanzergebnis, und der Zinsaufwand nahm zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg zwar um 14,3% auf 8,7 Mrd $. Dennoch beträgt die EBIT-Marge mit 3,9% nur ein Zehntel zahlreicher Mitbewerber.

Ein schwaches Bewertungsergebnis und hohe Zinszahlungen belasteten den Gewinn weiter, der um 41% auf 3,4 Mrd $ abrutschte. Trotz des Aktienrückkaufprogrammes verschlechterte sich der Gewinn pro Aktie von 0,40 auf 0,24 $. Erfreulich hingegen entwickelte sich der Cashflow. Dank Lager- und Forderungsabbau verdreifachte sich der Cashflow auf 11,6 Mrd $. Der Produktionsbericht für das 1. Quartal knüpft an das schwache Vorjahr an. Während die Kupfer-, Nickel-, Gold- und Silberproduktion rückläufig war, produzierte Glencore mehr Kobalt, Zink und Blei. Vor allem das Förderplus von 56% auf 10,9 Kilotonnen bei Kobalt sorgt für Aufmerksamkeit.

So sehen wir die Aktie!

Verantwortlich für den rasanten Anstieg ist aber in erster Linie das Hochfahren der Katanga Mine. Ein Teil des zusätzlichen Outputs wird zukünftig Umicore zur Verfügung gestellt. Glencore schloss eine langfristige Partnerschaft zur nachhaltigen Produktion von Kobalt-Batterien ab und platziert sich damit als Schlüssellieferant in einem Wachstumssektor. Was sich zunächst gut anhört, reißt bei Glencore dennoch nichts raus: Die Margen sind zu gering und das Geschäft zu zyklisch. Anleger sollten besser andere Wege gehen. Halten Sie sich von dieser Aktie besser fern!