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Schlafen die Notenbanken – oder was ist hier los?

Inhaltsverzeichnis

Wird hier heimlich das Top eingeläutet? Kommt jetzt eine Korrektur? Wir sind schon mittendrin, wenn Sie mich fragen, aber nur ganz vorsichtig. Schließlich hat sich der S&P 500 auf ein tieferes Tief geschlichen. So etwas kommt in letzter Zeit selten vor und ist deshalb durchaus bemerkenswert. Das sollten wir nicht ignorieren!

S&P 500 im 4-Stunden-Chart

Der rote Punkt im Chart als Zeichen für das Ende einer Kaufpanik. Dazu noch die bärische Ausrichtung des RSIs. In dieser Kombination können wir nach unten laufen. Wir weit? Das wird sich zeigen. Immerhin haben wir die letzte Unterstützung durchbrochen. Wenngleich wir auch nicht dramatisch darunter notieren.

Das sind übrigens die durchlaufenden Kurse im Chart. Allerdings sind bei diesem in erster Linie die blauen Punkte von Bedeutung. Die haben uns in der Vergangenheit regelmäßig gute Einstiegskurse aufgezeigt. Der rote Punkt kann eine kommende Korrektur anzeigen, muss er aber nicht. Dann gilt auch wieder das übliche Spiel: Übersteigen wir die Kurse vor dem roten Punkt, ist das ein Kaufsignal auf eine weitere Rallye, wenn der RSI das bestätigt und steigt. Schließlich wurde das Hoch der Übertreibung überboten.

Laut dem Kollegen Fibonacci haben wir jetzt 50 Prozent der letzten Aufwärtsstrecke wieder abgebaut. Das alleine ist noch kein Zeichen für eine größere Korrektur. Viel mehr eine Option. Denn wir sollten schon auf jeden Fall unter die letzte Marke bei 4.350 Punkten fallen im S&P 500, damit es wirklich noch weiter nach Süden gehen kann. Die 4.350 gelten für die durchlaufenden Kurse. Sonst sind es 4.367 Punkte.

Heißt aber letztlich für uns, dass auf jeden Fall unter 4.350 Punkten die Bären feiern sollten. In der aktuellen Lage mit der Macht der Notenbanken ist es allerdings berechtigt, wenn wir Zweifel an einer größeren Abwärtsstrecke äußern. Der US-Dollar wird immer weniger Wert. Im Umkehrschluss müssen die Aktienkurse steigen. Selbst, wenn die Unternehmen weiterhin gleich bewertet blieben. Die Inflation hebt nicht nur die Kosten, sondern auch die Aktienpreise.

Was wäre, wenn wir aktuell das Hoch erlebt haben?

Dazu lohnt sich ein Blick auf den Wochenchart des S&P 500. Das Tief nehmen wir beim Corona-Crash und 2.184 Punkten. Aktuell stehen wir bei über 100 Prozent Kursgewinn in etwa 1,5 Jahren. Das ist extrem und sollte auf dem Papier Grund genug sein, dass die Kurse einmal ausatmen dürfen. Wenn sie es denn dürften.

Die beiden Punkte hier im Wochenchart sprechen eine deutliche Sprache. Wenn wir beim roten Punkt short gegangen wären – nachdem der RSI ein tieferes Hoch machte: Bingo! Wenn wir beim blauen Punkt long gegangen wären, mit Stop-Loss unter dem Tief der Korrektur: Ja, Wahnsinn!

Das machen wir einfach beim nächsten Mal. Und genau das ist gerade der Haken. Die Kurse – zumindest auf Wochensicht – sind leider gar nicht übertrieben angestiegen. Deshalb fehlt auch ein roter Punkt aktuell. Kein richtiges Verkaufssignal in Sicht. Natürlich darf es auch aus dem Nichts heraus fallen, aber dann gab es keine Vorwarnung.

In der Woche vom 20. Januar 2020 wurde uns der rote Punkt angezeigt. Das Ende der Kaufpanik auf Wochensicht. Danach ging es noch wie oft einen kleinen Tick höher, bevor die Kurse dann abstürzten. Der RSI fiel bereits. Auch das sehen wir derzeit nicht ausgeprägt genug.

Ein ähnliches Signal wäre jetzt auch chic. Haben wir aber nicht. Ein Gegenargument für die mögliche Korrektur. Wir brauchen einfach noch einmal einen richtigen Boom nach oben. Ohne den gibt es keine Übertreibung und keinen roten Punkt als mögliches Verkaufssignal. Heißt im Umkehrschluss: Wir schauen erst einmal nur zu, ohne aktiv zu werden.

Fun Fact am Rande: Im Tageschart gab es vor dem Corona-Crash keinen roten Punkt. Nur eine bärische Divergenz im RSI. Der Wochenchart war hier offensichtlich hilfreicher und hat auch das Tief voll getroffen.