Schöner Long-Einstieg beim S&P 500

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Heute gehen wir einmal ins Detail und schauen, was der S&P 500 uns als Vorlage im M5 anbietet. (Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com)

Sogar im 5-Minuten-Chart zeichnen sich wunderschöne Formationen. Das muss jetzt nicht jeder Trader immer verfolgen. Das wird auf Dauer ja auch etwas sehr hektisch. Der 4-Stunden-Chart ist gemütlich genug. Doch heute gehen wir einmal ins Detail und schauen, was der S&P 500 uns als Vorlage im M5 anbietet.

S&P 500 im 5-Minuten-Chart

Das Thema Wolfe Wave haben wir ab und zu schon hier aufgegriffen und gezeigt. Nachdem diese Chartformation aber nicht einmal geübten Analysten sofort ins Auge sticht, tasten wir uns vorsichtig heran.

Wir brauchen letztlich 5 Punkte im Chart, die ein Kurs abarbeiten muss, bevor wir überhaupt einsteigen können. Und dazu müssen dabei noch zwei Trendlinien entstehen, die sich kreuzen.

In unserem aktuellen Beispiel haben wir den ersten Punkt an unserem blauen Punkt im Chart. Das ist unsere 1. Die 2 ist der rote Punkt. Von dort aus starten jeweils die Trendlinien.

Die können wir logischerweise erst ziehen, wenn der Rest sichtbar ist. Und genauso haben wir das auch diesmal gemacht. Unsere 3 ist das nächste Tief und die Kombination aus 1 und 3 erzeugt die erste Trendlinie. Das darauffolgende Hoch markiert unsere 4. Schon haben wir jetzt zwei Trendlinien, die sich kreuzen.

Würde die Linien parallel laufen oder sogar auseinander, wäre es keine Wolfe Wave und damit hinfällig für diese Idee. Jetzt kommt das Sahnehäubchen: Wir ziehen eine Linie von der 1 durch die 4 – in unserem Fall in Grün – und haben das Kursziel. Das ändert sich natürlich ständig, weil die Linie hier immer weiter steigt.

Wolfe Waves funktionieren auch in die andere Richtung. Das hatte ich Ihnen zuletzt beim Chart von Marathon Digital gezeigt. Da ging die WW nach unten, danach stiegen die Kurse wieder ordentlich.

Jetzt haben wir noch eine gestrichelte Linie im Chart. Das ist der Überschussbereich. Diese Linie ist parallel zu der nach unten laufenden Linie durch 2 und 4.

Soweit können die Kurse idealerweise überschießen, bevor sie nach oben drehen. Das ist keine fixe Regel, hier habe ich schon viel mehr Überschuss erlebt. In unserem Fall sieht das aber ziemlich nach Lehrbuch aus. Die 5 ist hier der nächste Kontakt mit der unteren Trendlinie. Sobald die Kurse in den Überschuss laufen, wird damit die 5 bestätigt.

Kommen wir jetzt zum springenden Punkt. Die Kurse müssen über die obere Trendlinie, die von 2 durch 4 verläuft, bevor sich beide Trendlinien kreuzen. Das wäre heute Abend kurz nach 19 Uhr 30 der Fall. Sobald wir also über der fallenden Trendlinie stehen, viel fehlt nicht mehr, ist es das grüne Licht für eine Rallye Richtung 4.700 Punkte und mehr.

Trendfortsetzung nach Wolfe Wave

Das ist jetzt auch noch erwähnenswert: Üblicherweise kommen solche Formationen in einem Trend vor. Als kurze Korrektur. In dem Fall wäre also der Anstieg des S&P 500 eine Korrektur und danach ging es weiter nach unten. Ob wir das wirklich so erleben werden und ob die Wolfe Wave wie geplant funktioniert, wissen wir morgen und in den Tagen danach.

Börse Stier Bulle

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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