Börse: Schwächelt sie, kommt frisches Geld und treibt sie an

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„Bis auf Weiteres bieten Ihnen Call-Optionen die besten Gewinn-Chancen“, zeigt unser Börsenexperte Rainer Heißmann. (Foto: eyeofpaul/AdobeStock)

Liquidität, Liquidität und nochmals Liquidität sind die 3 Kurstreiber der Märkte, die ich Ihnen regelmäßig nenne.

Da ich überzeugt bin, dass diese noch eine ganze Zeit für steigende Märkte sorgen werden, empfehle ich Ihnen den Kauf von Call-Optionen auf starke Aktienwerte.

Wie das „Abenteuer“ Liquidität ausgehen wird, weiß ich nicht. Inzwischen wird es ja schon richtig abstrus, indem es Kredite gibt, auf die Zinsen ausgezahlt werden.

Das bedeutet: Sie leihen sich 100 € und bekommen 10 Cent (0,1%), wenn Sie die 100 € zurückzahlen. Diese Geldpolitik gleicht einer Operation am offenen Herzen, die vorher so noch nie durchgeführt wurde.

Nicht ernst gemeinter Zwischenruf:

Bei den Konditionen wäre ich bereit, mir 1 Mrd. € von der EZB zu leihen. Danach würde ich diese Summe 1 Jahr lang nicht anfassen und dann unberührt zurückgeben.

Dafür bekäme ich folglich 1 Mio. € gutgeschrieben, meine Kreditzinsen nach dieser abstrusen Methode.

Die Notenbanker wissen vermutlich selbst nicht, wie sie aus dieser Geldpolitik wieder heile rauskommen sollen. Das heißt nicht, dass es keinen Weg gäbe. Der muss allerdings noch gefunden werden…

Zurück zur Börse und wenn sie konsolidiert

Holpert die Börse einmal etwas, wird wieder Bares nachgeschoben. Ich stelle mir einen telefonischen Rundruf vor, bei dem es heißt: „Du, du, du oder du …“

Entscheidend für die Liquidität sind die großen Notenbanken, allen voran die US-Notenbank Fed, dann die EZB inklusive der Bank of England sowie die japanischen und chinesischen Notenbanken.

Ich denke, die stimmen die Rahmen-Bedingungen ihrer Geldpolitik ab. Die Damen und Herren würfeln aus, wer die Notenpresse anschmeißt und wieder ein paar Milliarden oder Billionen in die Märkte pumpt.

China war dran

Mitte April 2015 z. B. schwächelten die Märkte.

Und zack: Dieses Mal waren es geldpolitische Lockerungs-Schritte in China, welche die Märkte wieder ankurbelten.

Der Dow Jones eroberte die 18.000 und der DAX 30 Index die 12.000 Punkte zurück.

Trade, was du siehst!

In der Zwischen-Überschrift steht eine kleine Börsenweisheit. Auf die aktuellen Märkte übertragen, besagt diese:

Ich sehe, dass die Märkte steigen. Da die finanzpolitischen Weichen auf immer mehr Liquidität gestellt sind, werden die Märkte weiter steigen. Wo das langfristig hinführt, ist für den nächsten Trade nicht wichtig.

Der sollte mit Call-Optionen auf starke Aktien laufen und ist lange mit hohem Gewinn beendet, bevor sich das Blatt eventuell wendet.

Bis dahin kann es noch lange dauern, viel, viel länger als viele Crash-Propheten es Ihnen regelmäßig prophezeien.

 

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Rainer Heißmann
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen. Mit Heißmanns Börsenkommentar bringt er wochentäglich die Börse auf den Punkt. Seine Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie jedem verständlich und nachvollziehbar werden.

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