Silber als Geldanlage

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Bei der Anlage in Edelmetallen muss es nicht immer Gold sein. Bei Silber sind Ihre Gewinnchancen sogar höher. (Foto: VladKK / shutterstock.com)

Wer Geld in Edelmetalle anlegen möchte, greift in den allermeisten Fällen zu Gold.

Gold gilt als wertstabile Geldanlage, der auch wirtschaftliche und politische Krisen nichts anhaben können.

Aber auch der „kleine Bruder“ von Gold, das Silber, hat in der Vergangenheit ähnliche Qualitäten gezeigt.

Warum also nicht einfach mal neben Gold mit einem kleineren Betrag auch in Silber investieren?!

Warum Silber Ihnen sogar höhere Gewinnchancen bietet als Gold

Der Silberpreis schwankt stärker als der Goldpreis, das Risiko ist also etwas höher. Im Gegenzug bietet Ihnen Silber aber aus 2 Gründen auch höhere Gewinnchancen:

1. spricht das sogenannte Gold-/Silber-Verhältnis für steigende Silberkurse. Aktuell (Stand: April 2015) kostet eine Feinunze (31,1 g) Gold 70-mal mehr als eine Feinunze Silber.

Dieser Wert liegt erheblich über dem historischen Mittel von 20 bis 30. Damit besitzt der Silberpreis einigen Nachholbedarf im Vergleich zu Gold.

2. wird Silber verbraucht, Gold gelagert. Gold wird „nur“ als Wertanlage verwendet. Silber wird zum großen Teil für industrielle Anwendungen verbraucht.

Das bedeutet: Silber verschwindet vom Markt, Gold nicht. Daher muss ständig neues Silber gewonnen werden, um die Nachfrage zu decken. Da die Silbervorräte begrenzt sind, wird dies auf lange Sicht zu steigenden Silberpreisen führen.

Silberschmuck taugt nicht als Geldanlage

Für die Geldanlage gut geeignet ist Silber in Form von Münzen und Barren, als Schmuck hingegen nicht. Silberschmuck mag schön aussehen, aber damit machen Sie schon beim Einkauf (aus Geldanlage-Sicht) ein schlechtes Geschäft.

Denn Sie kaufen den Schmuck zu einem wesentlich höheren Wert als dem Materialpreis ein. Falls Sie den Schmuck später wieder zu Geld machen wollen, müssen Sie erheblich niedrigere Preise akzeptieren.

Anders sieht es bei Silbermünzen und -barren aus, bei denen Sie nur einen sehr kleinen Aufpreis auf den Materialwert (der Händler will ja schließlich auch etwas verdienen) zahlen.

Hinzu kommt die Mehrwertsteuer, denn anders als Goldmünzen sind Silbermünzen nicht davon befreit.

Dafür brauchen Sie Ihre Gewinne mit Silbermünzen nicht versteuern, wenn Sie die Münzen länger als 1 Jahr halten. (Das gilt übrigens auch für Goldmünzen.)

Tipps zum Kauf von physischem Silber

Beim Kauf von  Silbermünzen und -barren gibt es einiges zu beachten. Im Folgenden habe ich die wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst:

  • Die günstigsten Konditionen bieten Ihnen in der Regel spezialisierte Edelmetallhändler. Die beiden Marktführer in Deutschland, die zugleich auch als Gold- und Silber-Versender agieren, sind: Proaurum GmbH & Co. KG in München und Westgold GmbH und Co. KG in Lindhorst.
  • Die Preise der Silbermünzen werden mehrfach am Tag an den aktuellen Kurs des Edelmetalls angepasst. Dabei sind die Anbieter zum Teil unterschiedlich schnell. Außerdem erheben die Anbieter unterschiedlich hohe Spreads (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs). Mit einem kurzen Preisvergleich lässt sich daher für Sie so mancher Euro einsparen.
  • Verzichten Sie generell auf Gedenkmünzen! Diese sind in erster Linie für Sammler interessant, für Geldanlage hingegen weniger. Denn: Hier zahlen Sie einen (zum Teil sehr deutlichen) Aufpreis gegenüber dem reinen Materialwert.
  • Für die Geldanlage gibt es spezielle Anlagemünzen (so genannte „Bullion Coins“). Der Preis dieser Münzen richtet sich ausschließlich nach dem Wert des darin enthaltenen Silbers. Die aktuell (Stand: April 2015) günstigste Silber-Anlagemünze ist die Philharmoniker aus Österreich. Je nach Angebot und Nachfrage kann sich dies aber ändern. Ebenfalls empfehlenswert sind folgende Anlagemünzen: die kanadische Münze Maple Leaf, die US-amerikanische Münze American Eagle, die chinesische Münze Panda, die britische Münze Britannia und die australischen Münzen Koala und Känguru.
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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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