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Silvercorp Metals: Silberproduzent steht stark unter Druck

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Die Bilanzsaison bei den Rohstoffwerten bringt einige Lichtblicke aber auch sehr viel Schatten.

Eine klare Enttäuschung waren so die Zahlen von Silvercorp Metals. Das Besondere an dem Unternehmen: Es ist ein kanadischer Silberproduzent bei dem die Minen in China sind.

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres (Stichtag 30. Juni 2012) musste Silvercorp Metals nun einen kräftigen Gewinneinbruch von über 70% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen.

Die Hauptgründe für den klaren Gewinneinbruch sind die deutlich niedrigeren Preise im Vergleich zum Vorjahr und zusätzlich noch eine gesunkene Produktion. Diese beiden Faktoren belasten das Unternehmen schon stark.

Und wie drastisch der Rückgang tatsächlich ist, verdeutlicht auch ein Blick auf die Umsatzzahlen: Hier fiel der Rückgang mit 36% auf nur noch 44,5 Mio. Dollar schon extrem aus.

Auch bei der Silberproduktion im abgelaufenen Quartal musste Silvercorp einen Rückgang von 25% auf nur noch 1,2 Mio. Unzen Silber hinnehmen. Doch diese Zahl ist bei Silvercorp Metals sowieso nur ein Teil der Wahrheit.

Denn auch der durchschnittliche Verkaufspreis sank im Jahresvergleich um 23% auf nur noch knapp 23 Dollar. Und diese Zahl ist schon erstaunlich bei einem Silberpreis der nur knapp unter 30 Dollar notiert.

Silvercorp Metals zahlt aber weiter eine Quartalsdividende

Dieser Unterschied ergibt sich aus Steuerzahlungen und den so genannten Net Smelter Charges, also Royaltyzahlungen. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern sind diese Abgaben bei Silvercorp Metals schon extrem hoch.

Das zeigt sich auch am Jahresvergleich: Selbst während der Boomphase am Silbermarkt schaffte Silvercorp Metals nur einen durchschnittlichen Verkaufspreis beim Silber von 30 Dollar. Doch im Frühjahr 2001 kletterte der Silberpreis in der Spitze auf fast 50 Dollar pro Unze.

Grundsätzlich muss man also dieses Unternehmen schon anders bewerten, als andere Silberproduzenten. Dazu trägt auch die Dividendenzahlung bei.

Denn im Segment der mittelgroßen Produzenten gibt es nur sehr wenige Firmen, die stetig eine Dividende zahlen. Silvercorp Metals gehört aber dazu. Aktuell beträgt die Ausschüttung aber auch nur 2,5 Cents pro Quartal pro Quartal.

Bei der Prognose zur Produktionsentwicklung hat Silvercorp Metals die Werte jedoch nach unten angepasst: Die Guideline für das Fiskaljahr 2012/13 liegt nun bei 5,3 Mio. Unzen Silber und 3.600 Unzen Gold. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war noch ein Rekordwert von 5,6 Mio. Unzen Silber und 8.800 Unzen Gold gelungen.

Die schwachen Zahlen und der gedämpfte Ausblick haben ohne Frage an der Börse Spuren hinterlassen: Als direkte Reaktion auf die Meldung sackte die Aktie mehr als 10% und notiert jetzt nur noch knapp oberhalb des 52-Wochen-Tiefs.

Um das Vertrauen der Anleger wieder zu bekommen, muss das Management jetzt in den nächsten Monaten unter Beweis stellen, dass es auch in schwierigen Zeiten das Ruder herumreißen kann.