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Starke Marken = gute Aktie?

Starke Marken = gute Aktie?
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Gekauft wird, was schmeckt und sich gut anfühlt. Wissen Sie für welche Produkte dieser Leitsatz gilt? Kommen Sie drauf? Ich helfe ein wenig nach: Bei Zahnpasta schauen wir alle nicht so wirklich auf den Preis. Viel mehr zählen Geschmack und das gute Gefühl im Mund. Aus diesen Gründen zählen derartige Hygieneprodukte auch zu den Basiskonsumgütern. Sie werden immer gekauft und der Preis ist Kunden weitgehend egal.

Auch aus diesem Grund sind Aktien wie die von Colgate-Palmolive bei vielen Anlegern so beliebt. Doch Image allein ist nichts wert. Es kommt darauf an, was ein Unternehmen daraus macht. Wir haben Colgate-Palmolive für Sie analysiert.  Colgate-Palmolive wurde 1806 gegründet und ist Weltmarktführer im Bereich der Mund- und Zahnpflege.

Daneben werden Mundspülungen und Zahnseide angeboten. Marken sind Colgate und Dentagard. Der Konzern ist auch in der Körperpflege mit Palmolive (Duschgel, Seife, Badeschaum, Rasiercreme), Haushaltspflege mit den Marken Softlan, Ajax und Palmolive (Weichspüler, Reiniger, Geschirrspülmittel) und in der Tiernahrung tätig.

Hohe Kosten belasten

Colgate hat für 2018 solide Zahlen veröffentlicht. Der Umsatz blieb zwar auf dem Vorjahresniveau von rund 15,5 Mrd $, dafür wurde unterm Strich mehr verdient. Der Gewinn verbesserte sich um 18,6% auf 2,4 Mrd $. Allerdings ist der Gewinnsprung auf Sondereffekte zurückzuführen. Rechnet man diese heraus, ging das operative Ergebnis um knapp 1% auf rund 3,7 Mrd $ zurück. Die Zahlen für das 1. Quartal sind noch deutlich schlechter ausgefallen.

Der Umsatz sank um 3% auf rund 3,9 Mrd $. Unterm Strich ging der Gewinn um 9,7% auf 0,65 $ pro Aktie zurück. Das hat mehrere Gründe. Die Kosten sind gestiegen. Zudem hat sich der Wettbewerb verschärft. Trotz des starken Markenimage musste Colgate mit Preisanpassungen reagieren. Auch bei der Internationalisierung mussten Rückschläge verkraftet werden. Die Expansionsvorhaben liefen deutlich schlechter als erwartet.

Große Herausforderungen für das Unternehmen

Zudem kämpft Colgate mit einer miserablen Bilanz. Der Zahnpasta-Konzern ist überschuldet und musste abermals ein negatives Eigenkapital ausweisen. Für die Expansionsvorhaben ist das pures Gift, denn die Kreditbedingungen für überschuldete Konzerne sind schlecht. Colgate muss die Internationalisierung also aus seinen laufenden Einnahmen finanzieren.

Für 2019 rechnen wir mit mäßigen Ergebnissen. Ein leichtes Wachstum könnte noch drin sein. Große Sprünge wird Colgate aber sicher nicht machen. Wir raten Ihnen dazu, von der Aktie Abstand zu nehmen. Zu schwer wiegen die Negativ-Faktoren. Die Dividendenrendite von 2,3% rettet den Wert auch nicht. Finger weg!