+++ NEU: Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Steuern sparen bei Wohnungen und Nebenkosten

Inhaltsverzeichnis

Machen Sie sich das Motto zu eigen: Schenken Sie dem Finanzamt keinen Cent. Dies gilt insbesondere für Ihre Steuererklärung.

In einem vorangegangenen Teil dieser Artikel-Reihe haben wir Ihnen aufgezeigt, wie Sie einen richtigen Kassensturz machen.

Und Sie haben gelernt, wie Sie bei Handwerker-Arbeiten und Haushaltshilfen Steuern sparen.

Das gilt auch für andere Bereiche. Lesen Sie hier weiter, und Sie wissen, wie!

So sparen Sie Steuern bei Wohnungen und Nebenkosten

⇨ Zweit-/Ferien-/Studentenwohnung: Selbst wenn Sie eine weitere Wohnung besitzen, erkennt das Finanzamt Handwerk- und Haushaltshilfe-Kosten an. Wichtig zu wissen: Alle Haushalte innerhalb der EU werden akzeptiert. Zusätzlich auch solche in Norwegen, Island und Liechtenstein.

⇨ Neuwohnung: Beachten Sie: Erst wenn Sie tatsächlich ins neue Heim einziehen, lassen sich z.B. Kosten für das Anlegen des Gartens, das Bepflastern eines Weges, der Bau eines Carports etc. steuerlich absetzen. Aber Achtung: Für das Finanzamt bedeutet „einzugsbereit“: Türen, Fenster, Treppen und Geländer müssen eingebaut sein, Strom und Wasser angeschlossen, Heizung und Bad vorhanden, Innenputz und Estrich fertig sein. Belegen Sie Ihren Einzugs-Termin mit der Anmeldebestätigung des Einwohnermeldeamtes.

Nebenkosten als Mieter: Gartenarbeit in der Gemeinschafts-Anlage, Fahrstuhl-Wartung, Schornsteinfeger, Hausmeister und Hausreinigung können Sie ebenfalls angeben. Voraussetzung ist, dass auf Ihrer Nebenkosten-Abrechnung die Kosten einzeln aufgeschlüsselt sind.

⇨ Winterdienst: Kosten für Dienstleister, die Schnee auf den öffentlichen Wegen vor Ihrem oder an Ihrem Haus räumen, können Sie zudem absetzen.

⇨ Haustierbetreuung: Im Ernst: Wenn Sie beispielsweise einen Hund zu Hause betreuen lassen, können Sie die Pflege- und Fütterungskosten als „haushaltsnahe Dienstleistungen“ in Ihre Steuererklärung eintragen – das haben Sie garantiert nicht gewusst!

So sparen Sie Steuern bei den Gesundheits- und Pflegekosten sowie beim Unterhalt für Angehörige

⇨ Gesundheitskosten: Absetzen können Sie:

  • Medikamente (also die Zuzahlung verordneter Arzneien mit Ausnahme der Verhütungs-Pille).
  • Zahnersatz (Zuzahlungen zu Implantaten, Kronen, Inlays).
  • Brille/Kontaktlinsen/ärztlich verordnete Laser-Augen-OP.
  • Rollstuhl, Treppenlift-Einbau, Prothese, Hörgerät: Mit ärztlicher Bescheinigung.

⇨ Pflegekosten: Für die Pflege und Betreuung zu Hause können Sie jährlich bis zu 20.000 € angeben. Davon erkennt das Finanzamt in der Regel 20% (4.000 €) an. Auch wenn Betreuer oder Pflegekräfte in Ihre Wohnung oder in ein Heim kommen, können Sie das geltend machen – d. h., Kosten für:

  • ambulante Dienste,
  • Grundpflege,
  • Servieren der Mahlzeiten,
  • Wäscheservice,
  • Zimmerreinigung,
  • Einkaufs- oder Arztbegleitung.

Für eine derartige Steuerminderung müssen Sie keine Pflegestufe nachweisen.

⇨ Unterhalt für Angehörige: Unterstützen Sie nahe Angehörige etwa mit Geld für Kranken- oder Pflegeversicherungs-Beiträge, können Sie dafür jährlich bis zu 8.472 € absetzen. Allerdings müssen Sie diese finanzielle Unterstützung nachweisen. Zahlen Sie deshalb nicht bar, sondern über das Konto. Der Kontoauszug dokumentiert so den Unterhalt.