Technische Chartanalyse – so behält man die Kurse im Griff

Aktienkurse – Jirapong Manustrong – shutterstock_573121573

Technische Chartanalyse – Vorteile gegenüber Fundamentalanalyse (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Mit dem Begriff Technische Chartanalyse beschreibt man diverse Möglichkeiten, wie man Entwicklungen von Kursen betrachten kann. Damit verbunden ist auch der Blick in die Zukunft, um mögliche Trading-Ideen zu entdecken.

Das vermeintliche Gegenteil der Technischen Chartanalyse ist die Fundamentalanalyse. Diese beschäftigt sich mit ökonomischen Zahlen und Betriebswirtschaft. Im aktuellen Börsenumfeld spielen allerdings die tatsächlichen Zahlen eines Unternehmens eine weniger große Rolle. Vielmehr entscheidet die Notenbank derzeit, ob die Kurse steigen oder fallen.

Chartanalyse: Trendlinien verfolgen

Die Technische Chartanalyse mag umstritten sein. Allerdings gibt es immer mehr unwiderlegbare Charts, die eindeutig zeigen, wie gut Trendlinien funktionieren können. Wissenschaftlich bewiesen ist die Technische Chartanalyse aber noch nicht.

Auch wenn es manchmal so wirken mag, als würden nur ein paar Linien in einen Chart gezeichnet – der erfahrene Charttechniker erkennt, welche Linien von Bedeutung sind und wie er damit handeln kann. Welche Möglichkeiten Ihnen die Charttechnik bietet

Denn darum geht es in erster Linie, wenn man sich mit dem Thema Technische Chartanalyse befasst: Wie entwickeln sich die Kurse in der Zukunft, wo sind Widerstände und Unterstützungen? Allein diese Informationen erlauben einem, erfolgreiche Trading-Ideen zu konstruieren.

Charts analysieren

Die Technische Chartanalyse hat im Vergleich zur Fundamentalanalyse den Vorteil, dass man sie sofort bei jeden Chart anwenden kann. Möchte man den Chart einer Aktie, eines Rohstoffs oder eines Währungspaares analysieren, so kann man sofort loslegen und hat innerhalb weniger Minuten die ersten Trends und wichtigen Punkte entdeckt.

Bei der Fundamentalanalyse muss man dagegen sehr viele Daten sammeln und selbstständig vergleichen, berechnen und entscheiden, wohin die Kurse in Zukunft gehen können. Die Technische Chartanalyse zeigt einem derartige Prognosen sehr schnell an.

Charttypen

Für die Technische Chartanalyse kann man verschiedene Arten auswählen, wie der Chart dargestellt werden soll. Häufig wird der Candlestick-Chart verwendet, bei dem die einzelnen Kurse als Kerzen dargestellt werden. Entsprechend dieser Bezeichnung nennt man das Endstück einer Kerze im Chart „Docht“ bzw. „Lunte“. Die Form der Darstellung wird auch im GeVestor Charttool verwendet.

dax-gevestor-chart-standard

Mit Hilfe der Candlesticks erkennt man schnell die Eröffnungskurse und Schlusskurse über den jeweiligen Zeitraum der Kerze. Sie bilden dazwischen ein Rechteck, das auch Körper genannt wird.

Eine abgespeckte Version davon ist der Balken-Chart. Auch hier erkennt man – nur an kleinen Strichen – wo der erste und letzte Kurs lag. Balken-Charts können ebenfalls gut für die Technische Chartanalyse verwendet werden.

Der Linien-Chart zeigt dagegen nur die Schlusskurse an und damit keine Schwankungen im jeweiligen Intervall. Auch wenn er bei der Chartanalyse seltener verwendet wird, so finden manche Analysten diese Darstellungsform nützlich.

Technische Chartanalyse: Fazit

Die Technische Chartanalyse ist ein weites Feld und erfordert ein wenig Übung und Erfahrung, um sinnvolle Handelsideen daraus ableiten zu können. Mit Hilfe von zahlreichen Indikatoren kann man sie noch verfeinern. Charttechnik: Die wichtigsten Indikatoren und ihre Bedeutung

Letztlich ist die Technische Chartanalyse eine persönliche Sicht der Kurse und so kann es gut möglich sein, dass verschiedene Analysten zu unterschiedlichen Ergebnissen bei demselben Chart kommen. Als Privatanleger zieht man also am besten seine eigenen Schlüsse, bevor man blind der Technischen Chartanalyse anderer Marktteilnehmer folgt.

Aktienkurse – Jirapong Manustrong – shutterstock_573121573

Die wirtschaftliche Realität in DeutschlandReden sich die Marktteilnehmer die Realität schön? Das muss man nach der neuesten DIHK-Blitzumfrage unterstellen.  › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz