Trotz Coronavirus bleiben die Perspektiven für die Aktienmärkte gut

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Wie ich Ihnen vor gut einer Woche an dieser Stelle geschrieben habe: Crash-Gurus haben derzeit Hochkonjunktur. Auch das Coronavirus ist für sie ein willkommener Anlass, um vor einem drastischen Einbruch der globalen Wirtschaft zu warnen.

Natürlich bleibt die Epidemie nicht gänzlich ohne Folgen. Die Auswirkungen dürften aller Voraussicht nach aber überschaubar sein.

Coronavirus sorgt für eine kurzfristige Wachstumsdelle

Das Coronavirus hat China derzeit fest im Griff und setzt der dortigen Wirtschaft ähnlich zu wie das SARS-Virus im Jahr 2003. Dennoch kann man davon ausgehen, dass China seinen langfristigen Wachstumspfad deshalb nicht verlassen wird. Vielmehr ist zu erwarten, dass es sich lediglich um eine kurzfristige Wachstumsdelle handelt.

Vor dem Ausbruch des Virus waren Volkswirte für das laufende Jahr von einem Wachstum der chinesischen Wirtschaft von rund 6% ausgegangen. Das wird jetzt nicht mehr erreichbar sein. Dennoch wird die Wirtschaft im Reich der Mitte auch in diesem Jahr kräftig wachsen. Die Auswirkungen können derzeit zwar noch nicht exakt beziffert werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass das Wachstum letztlich bei 5,5%, vielleicht auch nur bei 5,0% liegen wird.

Das wird natürlich auch für die Weltwirtschaft nicht ohne Folgen bleiben. Denn China hat heute für die globale Wirtschaftsleistung eine wesentlich größere Bedeutung als noch 2003, als das SARS-Virus ausbrach. Lag Chinas Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung damals bei gerade einmal rund 7%, sind es heute fast 20%.

Die Auswirkungen für die Weltwirtschaft bleiben im Rahmen

Panik, die von vielen Crash-Propheten geschürt wird, ist dennoch nicht angebracht. Denn selbst wenn das Wachstum der chinesischen Wirtschaft um einen Prozentpunkt niedriger (5% statt 6%) ausfallen sollte als bislang erwartet, bedeutet das für die Weltwirtschaft gerade einmal ein um 0,2 Prozentpunkte geringeres Wachstum.

Die Weltbank hatte für dieses Jahr bislang ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,5% prognostiziert, kündigte zuletzt aber an, ihre globale Wachstumsschätzung nach unten zu korrigieren. Auch wenn das Wachstum etwas geringer ausfallen wird, ist das kein Beinbruch. Die Befürchtung, das Coronavirus könnte eine globale Rezession auslösen, ist jedenfalls unbegründet.

Aufwärtstrend an den Aktienmärkten ist ungebrochen

Die relativ gelassene Reaktion der Aktienmärkte zeigt, dass sich diese Erkenntnis offensichtlich auch unter den Anlegern schnell durchgesetzt hat. Wie ich Ihnen bereits gestern in meinem Wochenausblick erläutert habe, hat der DAX nach einem kurzzeitigen Rückgang unter 13.500 Punkte in der Folge sogar neue Rekordstände erreicht und damit ein starkes Trend-Signal geliefert.

Sowohl beim DAX als auch an der Wall Street zeigt der Trend weiterhin klar nach oben. Solange das der Fall ist, gibt es für Sie als Anleger keinen Grund, sich durch das Coronavirus verunsichern zu lassen. Die Perspektiven für die Aktienmärkte bleiben gut.