Urlaub von der Geldanlage: Mit Stoppkursen gehen Sie auf Nummer sicher

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Bei einigen Geldanlagen lohnt es sich vor dem Urlaub Vorsorge vor Verlusten zu treffen. (Foto: Khongtham/ shutterstock.com)

Während des jährlichen Sommerurlaubs wollen auch Sie sich höchstwahrscheinlich nicht ständig mit der Geldanlage auseinandersetzen…

In bestimmten Fällen sollten Sie jedoch Vorsorge treffen, damit Sie nach den Ferien keine unangenehmen Überraschungen in Ihrem Depot erleben.

Bei welchen Geldanlagen für Sie vor einem längeren Urlaub Handlungsbedarf besteht

Wenn Sie sich mehrere Wochen oder gar Monate nicht um Geldangelegenheiten kümmern können, sollten Sie vorher unbedingt einen Blick in Ihr Depot werfen.

Bei sicheren Geldanlagen wie Bankeinlagen, Rentenfonds, defensiven Mischfonds oder auch Edelmetallen brauchen Sie überhaupt nichts zu tun.

Dasselbe gilt für Fondssparpläne; Hier ergibt es grundsätzlich keinen Sinn, das Ansparen (der i. d. R. relativ kleinen Monatsbeträge) für einen gewissen Zeitraum auszusetzen.

Die lange Ansparzeit glättet ohnehin sämtliche Börsenschwankungen. Anders sieht es bei Aktien-Positionen oder bei spekulativen Fonds aus.

Und bei hochspekulativen Optionsscheinen oder Hebel-Zertifikaten ist eine Stoppstrategie, wie ich sie Ihnen im Folgenden vorstelle, ohnehin Pflicht.

Risikobegrenzung mit Stoppkursen

Zum Schutz vor allzu großen Verlusten ist der Einsatz von Stoppkursen sinnvoll.

Dies bedeutet: Fällt der Kurs eines Wertpapiers auf oder unter den Stoppkurs, so erfolgt der Verkauf. Dies kann auch automatisch erfolgen – mittels sogenannter „Stop-Loss-Aufträge“.

Diese erteilen Sie, wie einen normalen Verkaufs-Auftrag auch, Ihrer Depotbank. Statt eines Verkaufs-Limits geben Sie hier den Stoppkurs an, bei dessen Unterschreitung zum nächsten gestellten Kurs automatisch verkauft wird.

Ein Beispiel:

Eine Ihrer Aktien notiert bei 53,00 €. Da Sie einige Wochen in den Urlaub fahren und die Kurse währenddessen nicht regelmäßig kontrollieren wollen, setzen Sie sicherheitshalber einen Stoppkurs bei 48,00 €.

Einige Tage später fällt der Kurs auf 47,90 € – damit wird der Stop-Loss-Auftrag aktiviert.

Der nächste Kurs am angegebenen Börsenplatz beträgt beispielsweise 47,95 € – zu diesem Preis werden Ihre Aktien automatisch verkauft. Auf diese Weise bleiben Sie vor weiteren (möglichen) Kursverlusten verschont.

Weshalb es sich nicht lohnt, größere Verluste „auszusitzen“

Mit Stoppkursen verhindern Sie, zu lange an falschen Entscheidungen festzuhalten. Besonders in Phasen mit einem lang anhaltenden Abwärtstrend macht sich ihr Einsatz bezahlt.

Die folgende Tabelle verdeutlicht Ihnen, dass es sich nicht lohnt Verluste ewig „auszusitzen“ – in der vagen Hoffnung, dass sich eine Aktie schon irgendwann wieder erholen wird:

Verlust_Gewinn

Fazit

Sie sehen: Einen Verlust von 10 bis 20% bei einer Einzelposition können Sie locker verschmerzen. Der nachfolgende Gewinn, den Sie brauchen, um diese Verluste wieder auszugleichen, liegt im Bereich des Machbaren.

50% oder mehr Verlust ohne Stoppkurs wären für Sie hingegen weitaus schlimmer und würden die Gesamt-Performance Ihres Depots wesentlich stärker in Mitleidenschaft ziehen.

Bei 50% Verlust bräuchten Sie schon eine Kursverdoppelung, um diesen auszugleichen.

Falls Sie noch länger warten und der Verlust auf 80% steigt, müsste sich der Kurs anschließend schon verfünffachen, damit Sie Ihren Einsatz wieder bekommen, was jedoch höchst unrealistisch ist.

Lassen Sie es also besser nie so weit kommen und setzen Sie Stoppkurse ein, wenn Sie dem Aktienmarkt einmal für einige Zeit den Rücken kehren – beispielsweise im Urlaub!

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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