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Apple-Aktie: Kursziel 200 USD

Inhaltsverzeichnis

Große Events waren die Auftritte von Apple in den vergangenen Jahren. Revolutionäre neue Ideen wurden vorgestellt.

Die „Apple-Gemeinde“ fieberte diesen Events entgegen. Und danach ging es immer nur um die eine Frage: „Wann kann ich das neue Produkt kaufen?“

Vor knapp einem Jahr habe ich dazu geschrieben:

„Apple-Aktie: Produkte sind Kult

Die Produkte sind Kult. Dass im Fernsehen live übertragen wird, wie sich Kunden stundenlang anstellen, um das neueste Handy, das im 7. Untermenü eine Neuerung hat, als erste zu kaufen, ist schon eine hervorragende Marketing-Leistung.“

Apple Neuerungen 2013 … gähn …

Und nun gab es das „Event 2013“. Ach schau an, ein neues Betriebssystem wurde vorgestellt.

Die Medien wussten zu berichten, dass die Pixel, die die Kamera auf dem iPhone darstellen neu angeordnet wurden und ein etwas anderes Piktogramm für die Kamera darstellen. „Welch Sensation“, möchte ich da sarkastisch anmerken.

Zugegeben: Das neue Betriebssystem hat etliche weitere Änderungen. Mag sein, dass die gut sind.

Tim Cook, der Chef von Apple, ist jedenfalls davon überzeugt. Er nannte die Änderungen zum Auftakt der Entwicklerkonferenz WWDC (World Wide Developer Conference) in San Francisco, die „größte Veränderung von iOS seit Einführung des iPhones.“

Man beachte: Es ist die größte Veränderung des Betriebssystems, aber nicht des Produktes.

Es gab auch ein paar weitere technische Neuerungen. Nichts aber, was den Kultstatus von Apple unterstreicht oder gar ausbaut.

Änderungen nicht notwendig, es sei denn …

Ich bin auch weit davon entfernt, ständig neue Produkte zu fordern. Das aktuelle iPhone kann wohl mehr, als die Computer, die die erste Mondlandung im Jahr 1969 steuerten. Das Problem ist aber:

„Der Markt“ verlangt nach Neuerungen. Was einfach nur gut ist (und das iPhone sowie die anderen Apple-Produkte sind gut), reicht im schnelllebigen aktuellen Markt nicht aus.

Das, was Kult ist, wie Apple, muss anderen Produkten ständig einen Schritt voraus sein. Und genau das ist derzeit nicht gegeben. Apple verliert den Kultstatus – und deshalb habe ich schon im August 2012 geschrieben:

„Apple-Aktie: Crash voraus – Kursziel 200 USD

Die Apple-Produkte haben einen Wert. Und somit hat auch Apple einen hohen Wert. Aber die Bewertung als teuerstes Unternehmen der Welt (das galt August 2012) und vor allem die sprunghaft zunehmende Börsen-Bewertung des Konzerns durch den Kurs der Apple-Aktie, die ist nicht gerechtfertigt.“

Im folgenden Chart sehen Sie wie sich der Kurs nach meiner damaligen Prognose entwickelt hat:

Apple-Aktie: Kurs fast halbiert

 

Im August 2012 (roter Punkt im Chart) habe ich die Prognose gegeben: Apple-Aktie – Kurs 200 USD. Danach ging es noch ein kleines Stück nach oben, anschließend folgte fast die Kurshalbierung.

Im Kursbereich um 400 USD befindet sich eine charttechnische Unterstützung. Die hat den freien Fall vorläufig gestoppt. Ich sehe aber derzeit keine Impulse, die den Kurs wieder in höhere Regionen bringen kann.

Mein Fazit aus August 2012 gilt unverändert:

Apple-Aktie: Zocken ja – investieren nein

Mit der Apple-Aktie lässt sich fein zocken (wer es mag). Eine fundamental begründete Investition in die Papiere gibt es jedoch nicht.

Ich empfehle keine Puts auf die Apple-Aktie

Mein Kommentar legt Put-Optionen auf die Apple-Aktie nahe. Diese empfehle ich aber auch nicht. Der Grund: Der Kurs ist in eine Blase gelaufen und hat dann ein Stück konsolidiert.

Solche Blasen können sich erneut ausdehnen. Oder die charttechnische Unterstützung bei 400 USD hält (zu) lange, so dass Put-Optionen nicht in den Gewinn laufen.

Es ist spannend zu sehen, wie es weitergeht. Aber für Käufe von Call-Optionen oder Put-Optionen gibt es Basiswerte mit besserem Chance-/Risikoverhältnis.

Zum guten Schluss: Ich habe ein Zitat, aber kein Tagesdatum dazu. Aber das kriege ich doch hin, dass es auf diesen Tag passt. Mein heutiges Zitat stammt von George W. Bush, ehemaliger Präsident der USA.

Der hat zwar kein 12.06. als prägnantes Datum im Lebenslauf. Aber da hält sein Vater her. Der war der 41. Präsident der USA und kam am 12.06.1924, also genau heute vor 89 Jahren auf unsere Welt. Der Sohn des heutigen Jubilars sagte:

„Ich weiß, was ich glaube. Ich werde fortfahren zu sagen, was ich glaube, und was ich glaube – ich glaube, was ich glaube ist richtig.“

In etwa so präzise sind auch heute viele Aussagen der Politiker. Ich bemühe mich hier zu schreiben, was ich denke und dieses auch verständlich in Worte zu fassen. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich beste Grüße

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet