Apple und Logitech profitieren vom Tech-Boom

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Apple und Logitech verdienen auch in der Corona-Krise weiterhin kräftig, und der Tech-Boom ist noch längst nicht am Ende. (Foto: Lester Balajadia / shutterstock.com)

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Apple den Umsatz um 5,5% auf 274,5 Mrd. $ steigern und mit 57,4 Mrd. $ 3,9% mehr Gewinn erzielen. Der Umsatz mit iPads ist um 11,4% auf 23,7 Mrd. $ gestiegen. Die Mac-Computer konnten mit 28,6 Mrd. $ ein Umsatzplus von 11,2% erzielen. Vor kurzem veröffentlichte Apple erste Mac-Computer, die mit dem selbstentwickelten M1-Prozessor ausgestattet sind. Damit verabschiedet sich Apple vom langjährigen Zulieferer Intel.

Apple setzt auf eigenentwickelte Chips

Die Eigenentwicklung ist leistungsstärker, benötigt weniger Energie und ist wesentlich günstiger als die Prozessoren von Intel. Dieser Preisunterschied wird auch für die Kunden deutlich: Das günstigste MacBook Pro mit Intel Prozessor kostet 1.799 $, mit Apple Prozessor zahlt der Kunde lediglich 1.299 $. Aktuell führt Apple noch zahlreiche Modelle mit Prozessoren von Intel, vor allem im High-Performance-Bereich. Das Segment Wearables, Home and Accessories, zu dem auch die Apple Watch gehört, konnte mit 30,6 Mrd. $ 25% mehr Umsatz erzielen.

Die Services sind inzwischen das zweitgrößte Geschäftsfeld von Apple. Der Umsatz mit Streaming, Cloud und Apps stieg um 16,2% auf 53,8 Mrd. $. Der Umsatz mit iPhones ist um 3,2% auf 137,8 Mrd. $ gesunken. Pünktlich zum Weihnachtsquartal präsentierte Apple gleich vier Varianten des iPhones 12. Mit einem eigenen 5G Modem möchte Apple die Produktion des iPhones zukünftig unabhängiger von Zulieferer Qualcomm machen.

Unternehmensporträt

Apple ist einer der weltweit führenden Elektronikkonzerne. Das Unternehmen designt, produziert und vermarktet Hardware- und Softwarelösungen für den privaten und geschäftlichen Gebrauch. Das bekannteste Produkt ist das iPhone. Die Geräte des Konzerns gehören in allen Kategorien von der Smartwatch bis zum Hochleistungs-PC zur Premiumklasse. Der Konzern nimmt in internationalen Markenrankings regelmäßig Spitzenpositionen ein.

Logitech übertraf die Erwartungen im vergangenen Quartal deutlich

Von Juli bis September erzielte der Anbieter von Computerzubehör einen beachtlichen Umsatzanstieg von 75% auf 1,26 Mrd. $. Damit erwirtschaftete Logitech erstmals in der Firmengeschichte mehr als 1 Mrd. $ in einem Quartal. Der Gewinn machte einen Sprung von 73 Mio. auf 267 Mio. $. So verdiente Logitech in nur drei Monaten mehr als halb so viel wie im gesamten Vorjahr.

Beachtlich war auch die Entwicklung des Cashflows

Mit einem Zahlungsmittelüberschuss von 399 Mio. $ aus dem operativen Geschäft nahm das Unternehmen in 6 Monaten fast so viel Barmittel wie im gesamten Vorjahr ein. Das gute Zahlenwerk spiegelte sich auch in der Bilanz wider. Auf der Aktivseite türmte sich ein Berg von liquiden Mitteln in Höhe von 917 Mio. $, was einem wesentlichen Teil der Bilanzsumme entspricht. Und die Zeichen stehen weiter auf Wachstum.

Mit dem Trend hin zum Arbeiten im Homeoffice und dem Wachstum im Markt für Computerspiele sieht Logitech zwei nachhaltige Wachstumstreiber. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz um 35 bis 40% und damit um bis zu viermal schneller als bislang prognostiziert wachsen. Das operative Ergebnis soll mit 700 bis 725 Mio. $ deutlich über der bisherigen Spanne von 410 bis 425 Mio. $ liegen.

Unternehmensporträt

Der Schweizer Konzern Logitech ist ein weltweit führender Hersteller von Computerzubehör wie kabellosen Mäusen und Tastaturen, Fernbedienungen, Spielekonsolen-Zubehör, Joysticks, PC-/MP3-Lautsprechern und WebCams. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über den Elektronik-Einzelhandel.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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