April 2021: Auf diese Aktien setzt Eminence Capital

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So will Eminence Capital für seine Anleger Rendite machen: Kunststoffverpackungen, Software as a Service und Infrastruktur. Diese Firmen schaffen es aufs Treppchen (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Der Firmenchef Ricky Sandler hatte sich bereits vor der Gründung von Eminence Capital in den 90er Jahren zusammen mit Wayne Cooperman selbstständig gemacht. Bei diesem Namen dürfte es eventuell bei Ihnen klingeln. Denn Wayne Cooperman ist der Sohn von Leon Cooperman, dem ehemaligen Leiter der Vermögensverwaltungssparte der US-Investmentbank Goldman Sachs und heute einer der einflussreichsten Großinvestoren der USA.

Ricky Sandler investiert sowohl in deutlich unterbewertete Value-Aktien als auch in Aktien von sehr wachstumsstarken Unternehmen. Egal in welche der beiden Kategorien er investiert, ein Blick in mit sein Aktiendepot zeigt, dass es ihm bei den investierten Unternehmen auf eine hohe Kundenbindung ankommt. Mit seinem Anlagestil kann Sandler auf eine beeindruckende Rendite zurückblicken.

Mit seinen 20 größten Aktienpositionen hat Eminence Capital von April 2001 bis April 2016 eine Rendite von +405% erzielt und lag damit bedeutend besser als der US-Leitindex S&P 500 (inkl. Dividenden +142%).

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Ricky Sandler lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Eminence Capital:

Berry Global Group:

Die größte Aktienposition ist die des Herstellers von Kunststoffverpackungen Berry Global Group. Insgesamt stecken 367 Millionen Dollar beziehungsweise 3,46% der gesamten Vermögenswerte in der Aktie. Dies entspricht 4,88% aller ausstehenden Anteilsscheine. Im vergangenen Quartal hat Eminence Capital die Position minimal um knapp 3,64% reduziert.

Berry Global Group produziert und liefert Vliesstoffe, flexible und starre Produkte. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: 1) Technische Materialien, 2) Gesundheit, Hygiene & Spezialitäten und 3) Konsumverpackungen.

Im vierten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 3,13 Milliarden Dollar einen Gewinn von 130 Millionen Dollar.

New Relic

Zweitgrößte Position ist die Aktie des Softwarekonzerns New Relic. In der Aktie hat Sandler 362 Millionen Dollar beziehungsweise rund 3,4% seiner Vermögenswerte investiert. Im vergangenen Quartal hatte der Hedgefondsmanager die Position nochmals leicht ausgebaut (+2,84%). Damit hält Sandler aktuell 8,78% aller ausstehenden Firmenanteile.

New Relic ist ein Software-as-a-Service-Unternehmen und bietet eine Plattform, die Unternehmen nutzen, um ihre digitalen Geschäfte weltweit aufzubauen, zu entwickeln und zu betreiben. Es bietet eine Reihe von Produkten auf seiner offenen und erweiterbaren Cloud-basierten Plattform, New Relic One Platform, an, die es den Benutzern ermöglicht, Telemetriedaten zu sammeln, zu speichern und zu analysieren.

In den letzten Jahren zeigte der Konzern enorme Wachstumsraten. Seit 2012 erhöhten sich die Umsätze von 11,7 auf 599,5 Millionen Dollar im zurückliegenden Geschäftsjahr. Im abgelaufenen Quartal erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von 8,6% auf 166,3 Millionen Dollar. Dabei verharrt New Relic weiterhin in der Verlustzone (-53,6 Millionen Dollar).

Macquarie Infrastructure

Die drittgrößte Position von Eminence Capital ist Infrastrukturinvestors Macquarie Infrastructure. Insgesamt hat der Fondsmanager 322 Millionen Dollar in die Firma investiert, was 3% seiner gesamten Vermögenswerte entspricht. Damit hält Eminence Capital 9,86% aller Firmenanteile. Die Position hat der Fondsmanager im zurückliegenden Quartal nahezu unverändert gelassen (+1,31%).

Macquarie Infrastructure investiert in Infrastruktur und infrastrukturähnliche Unternehmen, die Dienstleistungen für Unternehmen, Regierungsbehörden und Privatkunden vor allem in den Vereinigten Staaten erbringen. Nach vier Gewinnjahren in Folge rutschte der Konzern im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone (-928 Millionen Dollar).

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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