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Berkshire Hathaway sitzt auf 122 Mrd. US-Dollar

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Berkshire Hathaway, die Beteiligungsholding der Investoren-Legende Warren Buffett, hat vor wenigen Tagen Zahlen für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt.

Der Nettogewinn stieg um 17% auf 14,1 Mrd. US-Dollar. Das lag aber nicht an einer guten operativen Entwicklung der Berkshire-Töchter, sondern an Zuwächsen im Beteiligungsportfolio (also an steigenden Aktienkursen der Berkshire-Töchter). Fast alle großen Beteiligungen aus dem Buffett-Portfolio gewannen an Wert.

JP Morgan Chase, die größte US-amerikanische Bank, legte um 10% zu. Der Kreditkartenriese American Express kletterte im zurückliegenden Quartal sogar um 13% nach oben. An Börsenwert verloren haben lediglich die beiden Berkshire-Portfolio-Unternehmen Wells Fargo und Kraft Heinz, die beide mit Problemen zu kämpfen haben.

Unter dem Strich knackte Berkshires Aktienportfolio per Ende des zurückliegenden Quartals zum ersten Mal die Marke von 200 Mrd. US-Dollar. Dass die Entwicklung der Aktienkurse der Unternehmen aus dem Berkshire-Portfolio in die Quartalsberichte von Berkshire einfließen, ist Buffett ein Dorn im Auge.

Buffett drängt seine Aktionäre daher regelmäßig, der kurzfristigen Entwicklung der Aktienpakete der Berkshire-Töchter keine größere Bedeutung beizumessen.

Operativer Gewinn im Rückwärtsgang

Die operative Entwicklung bei den Berkshire-Töchtern war zuletzt weniger rosig als die Entwicklung der Aktienkurse. Der operative Gewinn ging um 11% auf 6,1 Mrd. US-Dollar zurück. Die Unternehmen im Portfolio der Beteiligungsholding von Warren Buffett leiden zunehmend unter den von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikten.

Hier ist beispielsweise der Eisenbahnbetreiber BNSF zu nennen, der angesichts des anhaltenden Handelsstreits der US-Regierung und einer langsamer wachsenden US-Wirtschaft unter Unsicherheiten leidet. Auch die Versicherungssparte entwickelte sich operativ zuletzt schwach. In diesem Bereich gingen die Erträge sogar um satte 63% auf 353 Mio. US-Dollar zurück.

Rekordhoher Cashberg

Buffett saß zum Ende des 2. Quartals 2019 auf einem rekordhohen Cashberg in Höhe von 122 Mrd. US-Dollar. Wann und wo schlägt Buffett damit zu? Das ist die Frage, die seit längerer Zeit schon viele Börsianer beschäftigt.

Im Mai sagte er im Rahmen der diesjährigen Berkshire-Hauptversammlung, dass die Bewertungen in den Himmel ragen. Seither hat sich einiges getan. Vor allem die Bewertung zyklischer (also konjunkturabhängiger) Aktien ist seither teils deutlich im Rückwärtsgang.

Ich wundere mich, dass Buffett nicht schon längst in Europa zugeschlagen hat. Während in den USA teils astronomische Bewertungen zu sehen sind, sind europäische Aktien vergleichsweise günstig.

Sobald Buffett zuschlägt und einen größeren Deal tätigt, werde ich Sie darüber an dieser Stelle informieren. Befinden sich die Börsen in den kommenden Tagen und Wochen weiter auf dem Weg nach unten, könnte es schon sehr bald soweit sein.