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Berkshire: Zahlen und Buffetts Brief an die Aktionäre

Inhaltsverzeichnis

Gestern habe ich Ihnen hier im Schlussgong über den erfolgreichsten Investor aller Zeiten, Warren Buffett, berichtet und darüber, dass Buffett sich von der aktuellen Coronakrise weitgehend unbeeindruckt zeigt.

Buffett sagte vergangene Woche in einem Interview mit Yahoo Finance, dass er 89 Jahre brauchte, um so einen Doppelschlag (Coronapandemie und Ölpreisschock) zu erleben. Er betonte aber auch, dass für ihn die aktuelle Situation nicht beängstigender sei als die Krisen 1987 und 2008. Dem möchte ich mich anschließen.

Bleiben wir bei Buffett: Ich habe Ihnen für heute angekündigt, dass wir zusammen auf die aktuellen Zahlen von Berkshire Hathaway, der Beteiligungs-Holding von Warren Buffett, blicken und dass ich die wichtigsten Passagen aus seinem jüngsten Brief an die Berkshire-Aktionäre für Sie zusammenfasse.

Berkshire Hathaway: Aktuelle Zahlen in der Übersicht

Berkshire Hathaway hat im 4. Quartal 2019 einen Rekordgewinn erzielt. Der Nettoüberschuss sprang auf 29,2 Mrd. US-Dollar in die Höhe, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust zu Buche stand.

Dieser Zahl, so die Empfehlung von Buffett (und auch meine Empfehlung), sollten Sie jedoch keine größere Beachtung schenken. Durch den Ausweis unrealisierter Investmentgewinne und Verluste schwankt die Zahl stark und hat wenig Aussagekraft hinsichtlich des eigentlichen Geschäftsverlaufs.

Im Gesamtjahr 2019 sank das operative Ergebnis von Berkshire leicht um 3% auf 24 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte auch dank geänderter Bilanzierungsregeln einen neuen Rekordwert von 81,4 Mrd. US-Dollar.

Buffetts Brief an die Aktionäre

Blicken wir nun auf Buffetts Brief an seine Aktionäre: Buffett schrieb in seinem Brief, dass er und sein Partner Charlie Munger mit 89 bzw. 96 Jahren schon länger ein stolzes Alter erreicht hätten. Das ist für uns beide jetzt nicht so gut, so Buffett.

Die Berkshire-Aktionäre müssten sich aber keine Sorgen machen, da das Unternehmen zu 100% auf den Abgang der beiden vorbereitet sei. Als potenzielle Nachfolger gelten die jüngeren Berkshire-Manager Ajit Jain und Greg Abel.

Buffett steht inzwischen seit mehr als fünf Jahrzehnten an der Spitze von Berkshire Hathaway. Zuletzt, so Buffett in seinem Brief an die Aktionäre, habe sich vor allem die Versicherungsbranche stark entwickelt. Daneben ist Berkshire unter anderem in der Energie-, Bahn-, Nahrungsmittel-, Bekleidungs- und Immobilienbranche aktiv.

Zu den größten Positionen in Buffetts Portfolio zählen Unternehmen wie Apple, Coca-Cola, JPMorgan Chase, American Express und Kraft Heinz.

Wenn Sie in die Berkshire-Aktie investieren, setzen Sie nicht nur auf die Qualitäten des wegen seines guten Riechers und seiner Heimatstadt genannten Orakels aus Omaha, sondern setzen auch auf einen Querschnitt der amerikanischen Wirtschaft. Und: Buffett sitzt auf über 100 Mrd. US-Dollar Cash, kann also das extrem niedrige Kursniveau nach dem Crash nutzen, um im ganz großen Stil günstig einzukaufen. Auch das macht die Berkshire-Aktie interessant.